Ukraine-Krieg: Russland spricht mit anderen Ländern über Treibstofflieferungen

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Ukraine - Im russisch besetzten Teil der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe getötet worden.

Ein Arbeiter inspiziert eine Kampfdrohne in der geheimen Fabrik des ukrainischen Rüstungsunternehmens Fire Point. (Archivbild)
Ein Arbeiter inspiziert eine Kampfdrohne in der geheimen Fabrik des ukrainischen Rüstungsunternehmens Fire Point. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Bei dem Angriff auf Starobeschewe seien zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Chef des Donezker Gebiets, Denis Puschilin, bei Telegram mit.

Die Siedlung Starobeschewe ist etwas mehr als 90 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.

Infolge von Drohnenattacken an anderen Orten der Region seien zudem mindestens elf Menschen verletzt worden.

Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland
Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

30. Juni, 16.58 Uhr: Russland spricht mit anderen Ländern über Treibstofflieferungen

Die Rohstoffmacht Russland führt nach Kreml-Angaben Gespräche mit anderen Ländern über mögliche Kraftstoffimporte.

Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) stellte dies der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge in Aussicht, wenn Vereinbarungen zu annehmbaren Preisen erreicht würden. Das wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Markt zu stabilisieren und ziele darauf, Panikkäufe abzuwehren. Konkrete Länder nannte er nicht. Aber es bestünden Kontakte, sagte Peskow.

Auch Vize-Regierungschef Alexander Nowak (54) hatte Importe als mögliche Maßnahme genannt, um Stabilität auf dem heimischen Treibstoffmarkt zu sichern. 

Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) gibt es Gespräche zwischen Russland und weiteren Nationen über mögliche Kraftstoffimporte.
Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) gibt es Gespräche zwischen Russland und weiteren Nationen über mögliche Kraftstoffimporte.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa

30. Juni, 13.48 Uhr: EU zahlt Ukraine Milliarden für Drohnenbeschaffung aus

Die Ukraine erhält erster Gelder für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU.

Die Europäische Kommission beginne heute mit der Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro, wie sie mitteilte. In einer ersten Tranche sollen insgesamt sechs Milliarden Euro für Drohnen nach Kiew fließen. Der Einsatz von Drohnen sei eine Schlüsselfähigkeit, die es der Ukraine ermögliche, dem Angriffskrieg Russlands standzuhalten.

"Diese Investitionen werden der Ukraine helfen, ihre Bürger zu schützen, ihre Souveränität zu verteidigen und die Sicherheit Europas zu stärken", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Weitere Zahlungen sollen in den kommenden Tagen erfolgen. Das Geld soll die Beschaffung von Drohnen abdecken und sich gleichzeitig auf Munition, Flugkörper und Luftverteidigungssysteme erstrecken.

Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko bedankte sich bei der EU und allen Partnern für die "rechtzeitige Unterstützung". "Sie hilft uns bei dringendem Verteidigungsbedarf, erweitert die Produktion ukrainischer Drohnen, stärkt unsere Rüstungsindustrie und gewährleistet wichtige Lieferungen an die Front", schrieb sie auf dem Portal X. 

Ein ukrainischer Soldat des Verteidigungsnachrichtendienstes bereitet den Start der Langstreckendrohne An-196 Ljutyj an einem ungenannten Ort in der Ukraine vor.
Ein ukrainischer Soldat des Verteidigungsnachrichtendienstes bereitet den Start der Langstreckendrohne An-196 Ljutyj an einem ungenannten Ort in der Ukraine vor.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

30. Juni, 11.11 Uhr: Baby bei Drohnenangriff auf Region Moskau getötet

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau ist nach russischen Behördenangaben ein sechs Monate altes Baby getötet worden.

Eine Drohne habe ein Wohnhaus in der Stadt Jegorjewsk 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt in Brand gesetzt, teilte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, in sozialen Netzwerken mit. Das verletzte Kind sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

60 Drohnen seien über Orten rings um die Hauptstadt abgeschossen oder elektronisch ausgeschaltet worden, schrieb Worobjow. Angaben über Ziele und Treffer gab es weder offiziell noch in sozialen Netzwerken. Am 18. Juni hatten ukrainische Drohnen bei einem massiven Angriff den Ring der Luftverteidigung um Moskau durchbrochen und eine Raffinerie in der Hauptstadt getroffen.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, landesweit seien in der Nacht auf Dienstag 419 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Im Gebiet Belgorod, das direkt an die Ukraine grenzt, kam nach örtlichen Angaben bei einem Drohnenangriff ein Mann ums Leben, vier Personen wurden verletzt.

30. Juni, 6.11 Uhr: Dutzende ukrainische Drohnen mit Ziel Moskau abgeschossen

Die russische Luftabwehr hat in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der Behörden dutzende ukrainische Drohnen mit Ziel Moskau abgefangen.

"Sechs feindliche Drohnen, die in Richtung Moskau unterwegs waren, wurden von den Luftverteidigungskräften des Verteidigungsministeriums abgeschossen", schrieb der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, auf der staatlichen Online-Plattform Max. Er nannte eine Gesamtzahl von 46 abgefangenen ukrainischen Drohnen.

Die Helfer der Rettungsdienste seien an den Orten im Einsatz, an denen die Trümmer niedergegangen seien, erklärte Sobjanin weiter.

29. Juni, 22.29 Uhr: Frau stirbt nach russischem Gleitbombenangriff

In der ostukrainischen Großstadt Charkiw ist eine 23-jährige Frau durch einen russischen Gleitbombenangriff getötet worden.

Weitere zwölf Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Eine der Verletzten sei in "sehr schwerem Zustand" in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Die Bombe sei zentrumsnah eingeschlagen. Es habe starke Schäden an Geschäftsgebäuden, Unternehmen und anderer Infrastruktur gegeben.

Charkiw ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

In Charkiw ist eine junge Frau (†23) durch einen russischen Angriff ums Leben gekommen.
In Charkiw ist eine junge Frau (†23) durch einen russischen Angriff ums Leben gekommen.  © IMAGO / NurPhoto

29. Juni, 14.52 Uhr: Viele Tote und Verletzte nach russischen Angriffen

In der südostukrainischen Industriestadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen bei einem russischen Angriff getötet worden.

28 Weitere seien verletzt, schrieb der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram.

Auch ein privates Unternehmen sei bei der Attacke beschädigt worden. Die regionale Staatsanwaltschaft sprach von einem Raketenangriff. Dnipro ist ein wichtiger Standort der ukrainischen Rüstungsindustrie.

Auch im benachbarten Gebiet Saporischschja meldeten Behörden Opfer. Drei Menschen seien getötet und acht weitere verletzt worden, schrieb Militärgouverneur Iwan Fedorow bei Telegram. Das russische Militär habe einen Bus in einem Bezirk von Saporischschja mit einer Drohne attackiert.

Vor wenigen Stunden meldetet die Ukraine mehrere Tote in Dnipro.
Vor wenigen Stunden meldetet die Ukraine mehrere Tote in Dnipro.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

29. Juni, 9.46 Uhr: Was Putin über den Westen denkt

Nach Ansicht von Wladimir Putin (73) nach strebe der Westen weiterhin danach, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen.

"Dort werden zwar vereinzelt verschiedene Gerüchte laut, dass man dies angeblich nicht mehr anstrebe, aber offiziell hat niemand diese These von der Tagesordnung gestrichen", sagte Putin.

"Wozu brauchen sie dann aber die Einstellung der Kampfhandlungen und die Friedensverhandlungen, von denen sie immer häufiger sprechen und an denen sie teilnehmen wollen?"

Putin glaubt weiterhin, dass der Westen Russland eine strategische Niederlage zufügen möchte.
Putin glaubt weiterhin, dass der Westen Russland eine strategische Niederlage zufügen möchte.  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

28. Juni, 21.14 Uhr: Präsident Selenskyj plant Errichtung von Gedenkstätte für herausragende Personen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen.

"Ich habe heute den Gesetzentwurf für ein nationales Pantheon in das Parlament eingebracht", sagte er bei einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. "Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben."

"Niemand wird den Ukrainern jemals wieder vorschreiben, welche Helden sie verehren, welche Feiertage sie begehen oder welche Geschichte sie lernen sollen", fügte sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hinzu.

"Für dieses Recht auf freie Selbstbestimmung und nationale Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren jahrhundertelang gekämpft, und genau dafür vergießen unsere Soldaten heute ihr Blut."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen.  © Ludovic Marin/POOL AFP/dpa

28. Juni, 15.59 Uhr: Putin beklagt bei Parteikongress Druck des Westens

Trotz aktueller Rückschläge an den Fronten und erheblicher wirtschaftlicher Probleme gibt sich Russlands Präsident Wladimir Putin kämpferisch.

"Dem Westen gelingt es nicht, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, deshalb versucht er, die politische Lage zu destabilisieren, doch auch das gelingt ihm nicht", sagte der Kremlchef beim Kongress der Regierungspartei "Edinaja Rossija" (Geeintes Russland) in Moskau. Die Parteiführung war zusammengekommen, um die Linien für die Parlamentswahlen im September festzulegen.

Russland sehe sich aktuell einem "beispiellosen Druck" seitens westlicher Eliten ausgesetzt, erklärte Putin. Er warf dem Westen vor, die Angriffe Kiews gegen Russland zu ignorieren. "Und gleichzeitig verhängt er gerade gegen uns immer neue – ich betone: unrechtmäßige – Sanktionen", sagte er und wies seinem Land, das seit über vier Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, damit eine Opferrolle zu.

Wladimir Putin bei seiner Rede auf dem Parteitag von "Einiges Russland" in Moskau.
Wladimir Putin bei seiner Rede auf dem Parteitag von "Einiges Russland" in Moskau.  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

28. Juni, 10.40 Uhr: Langstrecken-Angriffe auf russische Öl-Anlagen

In der Nacht auf Sonntag haben ukrainische Streitkräfte zwei Ölfabriken in Russland angegriffen.

"Die Ölfabrik Slavyansk in der Region Krasnodar wurde getroffen - etwa 300 Kilometer hinter der Frontlinie. Wir erreichten auch eine Raffinerie in der Region Jaroslawl, ungefähr 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) am Morgen in einem Beitrag auf X.

Dazu veröffentlichte Selensky Videoaufnahmen, die riesige Rauchwolken über den getroffenen Zielen zeigen zollen.

Videoaufnahmen sollen die brennenden Öl-Anlagen zeigen.
Videoaufnahmen sollen die brennenden Öl-Anlagen zeigen.  © Bildmontage: Screenshot/X/@ZelenskyyUa

28. Juni, 7.38 Uhr: Erneut Angriffe auf Kiew – ein Verletzter

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut angegriffen worden.

Laut einem Bericht des "Kyiv Independent" waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurde im Stadtteil Darnyzja mindestens eine Person verletzt.

Titelfoto: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa

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