Ukraine-Krieg: Russland überzieht Kiew mit Angriffen - Tote und Verletzte

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Kiew - Der Drohnenhersteller Stark Defence steht bei einer Bundeswehr-Großbestellung von Kampfdrohnen in den Startlöchern.

Ein Mitarbeiter von Stark Defence am Messestand seiner Firma mit einer Drohne vom Modell Virtus.
Ein Mitarbeiter von Stark Defence am Messestand seiner Firma mit einer Drohne vom Modell Virtus.  © Wolf von Dewitz/dpa

"Wir planen, bald mit der ersten Auslieferung an die Bundeswehr zu beginnen", sagte der Senior Vice President des Berliner Unternehmens, Josef Kranawetvogl, der dpa bei der Essener Rüstungsmesse Euro Defence Expo. 

Es gehe um eine Charge im Wert von 275 Millionen Euro, die Stückzahl nannte er nicht. Insgesamt bekam Stark Defence einen Rahmenvertrag über 2,9 Milliarden Euro, für eine Milliarde davon hat der Bundestag bereits grünes Licht gegeben.

Die Konkurrenten Helsing und Rheinmetall bekamen ebenfalls milliardenschwere Verträge. 

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Es geht um "Loitering Munition", auf deutsch herumlungernde Munition. Solche Fluggeräte werden auch Kamikaze-Drohnen genannt. 

Die an die Bundeswehr verkaufte Drohne von Stark kann Herstellerangaben zufolge bis zu 75 Minuten in der Luft sein und bis zu 130 Kilometer weit fliegen - spätestens dann soll sie sich auf den Feind stürzen und explodieren.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

23. September, 10.44 Uhr: Russland überzieht Ukraine mit Angriffen - Tote und Verletzte

Bei russischen Angriffen in verschiedenen Teilen der Ukraine sind mindestens vier Menschen getötet und mehrere verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew kam Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge ein Mensch ums Leben.

Der Mann sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, schrieb Klitschko bei Telegram. Zuvor sprach er von mindestens acht Verletzten infolge russischer Angriffe. Es gab demnach Schäden in mehreren Stadtteilen. Unter anderem habe es einen Drohneneinschlag in einer Tankstelle gegeben.

Russland attackierte einmal mehr auch Sumy im Nordosten der Ukraine. In der Stadt habe es Einschläge an vier Orten gegeben, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow mit. Getroffen wurden demnach eine Wohngegend und zivile Infrastruktur. Es gebe einen Verletzten.

In Charkiw im Osten der Ukraine kam bei Angriffen am Abend Bürgermeister Ihor Terechow zufolge ein Mensch ums Leben, weitere wurden demnach verletzt. In der Stadt Isjum im Gebiet Charkiw wurden nach Behördenangaben bei Attacken acht Menschen verletzt. Infolge des Beschusses kam es in mehreren Stadtteilen demnach zu Stromausfällen.

Im südostukrainischen Gebiet Saporischschja wurde nach Angaben von Militärgouverneur Mychajlo Semikin ein Mensch in der Siedlung Kuschuhum getötet. Zwei weitere seien bei einem Einschlag in ein Einkaufszentrum in Saporischschja verletzt worden.

Nach einem Luftangriff auf Kiew am Mittwoch steigt Rauch über Wohngebäuden auf.
Nach einem Luftangriff auf Kiew am Mittwoch steigt Rauch über Wohngebäuden auf.  © EUGENE KOTENKO / AFP

23. September, 6.32 Uhr: Kiew zu Ende von Angriffen auf Energieanlagen bereit - bei Zusage aus Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt - im Falle einer entsprechenden Zusage aus Moskau hinsichtlich ukrainischer Energieinfrastruktur.

"Wir sind zu jeder Art von Energie-Waffenstillstand bereit", falls Moskau zustimme, "unser Energiesystem nicht anzugreifen", sagte Selenskyj am Dienstag vor Journalisten am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Der ukrainische Staatschef betonte zugleich, er kenne die Haltung Moskaus zu dieser Frage nicht. Er äußerte die Hoffnung, dass die USA einen Weg finden würden, die russische Seite "zu irgendeiner Form von Verhandlungen zu bewegen".

Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt.
Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Ende der Angriffe auf russische Energieanlagen bekräftigt.  © Stefan Jeremiah/FR171756 AP/AP/dpa

23. September, 5 Uhr: EU verlängert Russland-Sanktionen um drei Jahre

Kurz vor dem Ablauf einer Frist haben die EU-Länder sich darauf geeinigt, ihre Russland-Sanktionen gegen rund 3000 Menschen und Organisationen um 36 Monate zu verlängern - mit zwei Ausnahmen: Die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman werden von der Sanktionsliste gestrichen, wie am Dienstag aus Diplomatenkreisen verlautete.

Kiew verurteilte die Streichung der beiden Milliardäre von der Sanktionsliste als "beschämend".

Mit der Einigung auf den Ausschluss der Oligarchen können die übrigen EU-Sanktionen nun um drei Jahre verlängert werden - anstatt der bisher üblichen sechs Monate. Die Frist für die Verlängerung der wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängten Strafmaßnahmen wäre um Mitternacht ausgelaufen.

Titelfoto: EUGENE KOTENKO / AFP

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