Ukraine-Krieg: Selenskyj beklagt Verstöße, gibt Feuerpause zweite Chance

Ukraine - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause beklagt.

Wolodymyr Selenskyj macht Russland Vorwürfe.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen", sagte er. 

Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.

Zugleich machte er deutlich, dass die Ukraine kein Interesse an der von Russland verkündeten Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai habe. Wenn es nur darum gehe, dass Kremlchef Wladimir Putin ungestört seine Militärparade abhalte, werde das noch gültige Angebot für eine Waffenruhe nicht aufrechterhalten, sagte er.

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7. Mai, 6.39 Uhr: Drohnen nahe der russischen Grenze in Lettland abgestürzt

In Lettland sind mehrere Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen waren.

Den Angaben der Streitkräfte zufolge gingen in der Nacht zu Donnerstag zwei unbemannte Flugobjekte in der ostlettischen Region Latgale nieder. Einheiten des Militärs, der Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Berichte über Verletzte gab zunächst es nicht. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, blieb zunächst unklar.

Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen. Nach Angaben der Einsatzkräfte ist es möglich, dass eine der Drohnen auf ein Öllager in der Stadt Rezekne stürzte. Größere Schäden seien dort zunächst nicht zu erkennen gewesen, meldete das lettische Fernsehen unter Berufung auf die Feuerwehr.

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7. Mai, 6.10 Uhr: Witkoff und Umjerow treffen sich noch diese Woche in Miami

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird sich US-Regierungsquellen zufolge noch in dieser Woche mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen.

Umjerow solle dafür nach Miami reisen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus. Über die geplanten Gesprächsinhalte sowie den Zeitpunkt des Treffens wurde nichts bekannt. Aus der Ukraine gab es zunächst nur den Hinweis, dass Umjerow nicht an einem Untersuchungsausschuss vor dem Parlament in Kiew teilnehmen könne, da er auf Auslandsreise sei.

Der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff (Foto), soll sich noch in dieser Woche in Miami mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen  © Alex Brandon/AP/dpa

6. Mai, 23.49 Uhr: Selenskyj beklagt Verstöße, gibt Feuerpause zweite Chance

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause beklagt.

Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen", sagte er. 

Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.

6. Mai, 17.24 Uhr: Ukraine bekommt beschlagnahmte Millionen aus Ungarn zurück

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj beschlagnahmtes Bargeld in Millionenhöhe von Ungarn zurückbekommen.

Selenskyj sprach in sozialen Netzwerken von einem "wichtigen Schritt in den Beziehungen zu Ungarn". 

Anfang März hatten ungarische Sicherheitskräfte einen routinemäßigen Geldtransport zwischen Österreich und der Ukraine auf ihrem Gebiet gestoppt. 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro in bar sowie 9 Kilogramm Gold wurden beschlagnahmt. Das Geld war für die ukrainische Oschadbank bestimmt. 

6. Mai, 17.23 Uhr: Einseitig ausgerufene Feuerpause – Kiew kritisiert Moskau

Nach Beginn der einseitig von Kiew ausgerufenen Waffenruhe erhebt die Ukraine Vorwürfe gegen Moskau.

Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland vor, die von ihm verkündete Waffenruhe zu ignorieren. Der Kreml hat sich zu dem Vorhaben bisher nicht geäußert, aber zuvor selbst eine Feuerpause festgelegt, die aber erst später beginnen soll. 

Selenskyj sprach von mehr als 1800 Verstößen innerhalb der ersten zehn Stunden, die festgestellt worden seien. Die russische Seite habe die Waffenruhe gebrochen, schrieb er in sozialen Medien. Die Reaktion der Ukraine darauf ließ er zunächst offen. Am Abend solle auf Grundlage von Berichten der Armee und des Militärgeheimdienstes über das weitere Vorgehen entschieden werden.

6. Mai, 14.27 Uhr: Russland ignoriert laut Selenskyj von Kiew ausgerufene Waffenruhe

Russland hat nach ukrainischer Darstellung die einseitig von Kiew angeordnete Feuerpause ignoriert.

"Zum jetzigen Zeitpunkt stellen wir fest, dass die russische Seite die Waffenruhe gebrochen hat", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Bislang seien mehr als 1800 Verstöße festgestellt worden. Am Abend solle auf Grundlage von Berichten der Armee und des Militärgeheimdienstes über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Die Ukraine hatte für 0 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23 Uhr MESZ) eine Waffenruhe auf unbestimmte Zeit ausgerufen und Russland aufgefordert, sich dieser anzuschließen. Moskau hatte davor jedoch erklärt, nur am Freitag und Samstag anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai das Feuer einzustellen.

Russland ignoriert laut Wolodymyr Selenskyj (48) die von der Ukraine ausgerufene Waffenruhe.  © Sven Hoppe/dpa

6. Mai, 8.10 Uhr: Weniger Angriffe nach Beginn von Selenskyjs Waffenruhe

Im Ukraine-Krieg hat die erste Nacht der einseitig von Präsident Wolodymyr Selenskyj angeordneten Waffenruhe eine Verringerung der Angriffe gebracht.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte russischen Agenturen zufolge mit, dass in der Nacht 53 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim abgewehrt worden seien - deutlich weniger als zuletzt.

Ob die Drohnen vor oder nach Beginn der von der Ukraine angekündigten Waffenruhe abgeschossen wurden, ist nicht klar. Das Ministerium sprach von einem Zeitraum zwischen 21 Uhr und 7 Uhr Ortszeit (20 Uhr und 6 Uhr MESZ).

6. Mai, 6.33 Uhr: Rubio und Lawrow sprechen über Krieg in der Ukraine

US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Kollege Sergej Lawrow haben nach Angaben aus Washington in einem Telefonat über die Kriege in der Ukraine und im Iran gesprochen.

Außerdem seien die "Beziehungen zwischen den USA und Russland" Thema gewesen, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, am Dienstag (Ortszeit).

Am frühen Mittwochmorgen meldete derweil das Oberhaupt der von Russland annektierten Halbinsel Krim einen ukrainischen Drohnenangriff. Bei dem Angriff in der Stadt Dschankoi seien fünf Menschen getötet worden, teilte Sergej Aksjonow mit.

Zuvor hatte Russland die Ukraine kurz vor einer angekündigten Waffenruhe rund um die Siegesparade am 9. Mai zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg erneut mit heftigen Angriffen überzogen.

US-Außenminister Marco Rubio (54, l.) und sein russischer Kollege Sergej Lawrow (76) haben nach Angaben aus Washington in einem Telefonat über die Kriege in der Ukraine und im Iran gesprochen.  © Alexander Zemlianichenko/Pool AP/AP/dpa, Michael Brochstein/ZUMA Press Wire/dpa

5. Mai, 22.04 Uhr: Viele Tote und Verletzte durch russische Bomben in Ukraine

Kurz vor einer von der Ukraineangekündigten Waffenruhe sind in der Großstadt Saporischschja infolge russischer Bombenangriffe mindestens zwölf Menschen getötet worden.

Mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der südostukrainischen Region Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mitteilte. Bilder zeigten schwere Schäden an Gebäuden und Rauchwolken. Die Front zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft nur etwa 20 Kilometer südlich der Stadt.

Parallel dazu wurden in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk nach Behördenangaben mindestens neun Menschen durch drei russische Bomben getötet. Es gebe zudem 16 Verletzte, teilte der Zivilschutzdienst bei Telegram mit. Dutzende Menschen mussten psychologisch betreut werden. Den Angaben nach wurde eine große Zahl an Wohnhäusern und Autos beschädigt. Mehrere Brände wurden gelöscht. Die Industriestadt im hart umkämpften Gebiet Donezk ist nur rund 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Um Mitternacht soll eine Waffenruhe in der Ukraine eintreten. Vorher fallen russische Bomben auf Städte im Osten und Süden des Landes. Es gibt viele Tote und schwere Schäden. (Archivbild)  © -/Ukrinform/dpa

5. Mai, 22.02 Uhr: Ukraine bekräftigt Bereitschaft zu Waffenstillstand

Kurz vor Inkrafttreten einer einseitig erklärten Feuerpause hat die Ukraine ihre Bereitschaft zu einer unbefristeten Verlängerung bekräftigt.

"Wenn die Waffenruhe gegenseitig eingehalten wird, dann setzen wir diese fort", teilte der Chef des Präsidentenbüros in Kiew, Kyrylo Budanow, auf sozialen Netzwerken mit. Das gebe Hoffnung für einen dauerhaften Frieden. "Nun ist die Russische Föderation am Zug", schrieb er. Kiew werde jeden Schritt des Kriegsgegners genau beobachten.

Tags zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Waffenruhe für die Nacht zum Mittwoch ab Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) angekündigt. Seine Erklärung folgte einer russischen Ankündigung für eine Kampfpause am Freitag und Samstag anlässlich der Feier des 81. Jahrestages des Sieges über Hitler-Deutschland am 9. Mai. Eine Reaktion des Kremls auf den ukrainischen Vorstoß stand noch aus.

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