Ukraine-Krieg: Kreml-Chef Putin glaubt weiter an Sieg

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Ukraine - Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut angegriffen worden.

In Kiew waren in der Nacht Explosionen zu hören. (Symbolbild)
In Kiew waren in der Nacht Explosionen zu hören. (Symbolbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Laut einem Bericht des "Kyiv Independent" waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurde im Stadtteil Darnyzja mindestens eine Person verletzt.

Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor bei Telegram Gefahr durch ballistische Waffen aus dem Norden gemeldet.

Bürgermeister Vitali Klitschko (54) teilte auf Telegram mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Einwohnerinnen und Einwohner auf, in den Schutzräumen zu bleiben.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

28. Juni, 22.10 Uhr: Putin glaubt weiter an Sieg in der Ukraine

Trotz deutlicher Rückschläge seiner Truppen an den Fronten in der Ukraine gibt sich der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin siegessicher.

Die russische Armee werde weiterhin alles unternehmen, um die Ziele der Spezialoperation, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine in Moskau offiziell genannt wird, umzusetzen, betonte Putin in einem Interview des Korrespondenten des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin.

Putin begründete seinen Optimismus unter anderem mit einem "katastrophalen Personalmangel" der ukrainischen Streitkräfte. Er behauptete, dass den russischen Streitkräften der Vorschlag unterbreitet worden sei, die Kampfhandlungen auf vier Gebiete in der Ostukraine zu beschränken. Dies würde Kiew die Möglichkeit geben, Truppen aus anderen Gebieten in diese Regionen zu verlegen. "Aber die Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne."

Seiner Ansicht nach strebe der Westen weiterhin danach, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen. "Dort werden zwar vereinzelt verschiedene Gerüchte laut, dass man dies angeblich nicht mehr anstrebe, aber offiziell hat niemand diese These von der Tagesordnung gestrichen", sagte Putin.

"Wozu brauchen sie dann aber die Einstellung der Kampfhandlungen und die Friedensverhandlungen, von denen sie immer häufiger sprechen und an denen sie teilnehmen wollen?"

Der russische Präsident Wladimir Putin gibt sich im Ukraine-Krieg weiterhin siegessicher.
Der russische Präsident Wladimir Putin gibt sich im Ukraine-Krieg weiterhin siegessicher.  © Bildmontage: Uncredited/Russisches Verteidigungsministerium/AP/dpa /

28. Juni, 21.14 Uhr: Präsident Selenskyj plant Errichtung von Gedenkstätte für herausragende Personen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen.

"Ich habe heute den Gesetzentwurf für ein nationales Pantheon in das Parlament eingebracht", sagte er bei einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. "Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben." 

"Niemand wird den Ukrainern jemals wieder vorschreiben, welche Helden sie verehren, welche Feiertage sie begehen oder welche Geschichte sie lernen sollen", fügte sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hinzu.

"Für dieses Recht auf freie Selbstbestimmung und nationale Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren jahrhundertelang gekämpft, und genau dafür vergießen unsere Soldaten heute ihr Blut." 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen.  © Ludovic Marin/POOL AFP/dpa

28. Juni, 15.59 Uhr: Putin beklagt bei Parteikongress Druck des Westens

Trotz aktueller Rückschläge an den Fronten und erheblicher wirtschaftlicher Probleme gibt sich Russlands Präsident Wladimir Putin kämpferisch.

"Dem Westen gelingt es nicht, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, deshalb versucht er, die politische Lage zu destabilisieren, doch auch das gelingt ihm nicht", sagte der Kremlchef beim Kongress der Regierungspartei "Edinaja Rossija" (Geeintes Russland) in Moskau. Die Parteiführung war zusammengekommen, um die Linien für die Parlamentswahlen im September festzulegen.

Russland sehe sich aktuell einem "beispiellosen Druck" seitens westlicher Eliten ausgesetzt, erklärte Putin. Er warf dem Westen vor, die Angriffe Kiews gegen Russland zu ignorieren. "Und gleichzeitig verhängt er gerade gegen uns immer neue – ich betone: unrechtmäßige – Sanktionen", sagte er und wies seinem Land, das seit über vier Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, damit eine Opferrolle zu.

Wladimir Putin bei seiner Rede auf dem Parteitag von "Einiges Russland" in Moskau.
Wladimir Putin bei seiner Rede auf dem Parteitag von "Einiges Russland" in Moskau.  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

28. Juni, 10.40 Uhr: Langstrecken-Angriffe auf russische Öl-Anlagen

In der Nacht auf Sonntag haben ukrainische Streitkräfte zwei Ölfabriken in Russland angegriffen.

"Die Ölfabrik Slavyansk in der Region Krasnodar wurde getroffen - etwa 300 Kilometer hinter der Frontlinie. Wir erreichten auch eine Raffinerie in der Region Jaroslawl, ungefähr 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) am Morgen in einem Beitrag auf X.

Dazu veröffentlichte Selensky Videoaufnahmen, die riesige Rauchwolken über den getroffenen Zielen zeigen zollen.

Videoaufnahmen sollen die brennenden Öl-Anlagen zeigen.
Videoaufnahmen sollen die brennenden Öl-Anlagen zeigen.  © Bildmontage: Screenshot/X/@ZelenskyyUa

28. Juni, 7.38 Uhr: Erneut Angriffe auf Kiew – ein Verletzter

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut angegriffen worden.

Laut einem Bericht des "Kyiv Independent" waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurde im Stadtteil Darnyzja mindestens eine Person verletzt.

27. Juni: 21.22 Uhr: Russische Flugabwehr schießt Drohnen ab

Die russische Flugabwehr hat im Tagesverlauf mindestens 21 ukrainische Drohnen im Anflug auf Moskau abgeschossen.

Das teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. "Experten untersuchen gerade die Trümmer", wurde er zitiert. Das Ziel der Drohnen wurde nicht genannt.

Kurz zuvor hatte der ukrainische Geheimdienst von einem Angriff auf eine für die Treibstoffversorgung von Moskau wichtige Ölpumpstation mit Drohnen berichtet. Getroffen worden sei ein technisches Gebäude der Station in Wtorowo nahe der Gebietshauptstadt Wladimir östlich von Moskau, teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit. Es sei die zweite erfolgreiche Attacke innerhalb eines Monats auf die Anlage, heißt es.

Russische Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt.

Das Ziel der von der russischen Flugabwehr abgeschossenen Drohnen wurde nicht bekannt.
Das Ziel der von der russischen Flugabwehr abgeschossenen Drohnen wurde nicht bekannt.  © ---/ukrin/dpa

27. Juni, 14.15 Uhr: Ukrainischer Kampfjet abgestürzt

In der zentralukrainischen Region Poltawa ist offiziellen Angaben nach ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt.

Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können und werde medizinisch versorgt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Nacht während eines Kampfeinsatzes. Die genaue Ursache des Absturzes ist unklar. Zu der Zeit hat Russland die Ukraine erneut mit mehr als 100 Drohnen attackiert. Die Ukraine setzt Kampfflugzeuge zum Abschuss der unbemannten Flugobjekte ein.

In der zentralukrainischen Region Poltawa ist ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt. (Archivbild)
In der zentralukrainischen Region Poltawa ist ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt. (Archivbild)  © Madeleine/ZUMA Press Wire/dpa

27. Juni, 13.41 Uhr: Tote und Verletzte nach gegenseitigen Angriffen

Bei neuen gegenseitigen russischen und ukrainischen Luftangriffen sind nach Angaben beider Seiten insgesamt mindestens drei Menschen getötet und 29 weitere verletzt worden.

Die ukrainischen Behörden berichteten am Samstag von zwei Toten und 19 Verletzten durch russische Angriffe. Bei ukrainischen Angriffen auf den russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Donezk wurde laut einem Bürgermeister eine Frau getötet, in der südrussischen Region Wolgograd wurden nach Behördenangaben zehn Menschen verletzt.

Im Zuge neuer Angriffe wurden zwei Menschen in der Ukraine und eine Frau auf russischem Gebiet getötet. (Symbolbild)
Im Zuge neuer Angriffe wurden zwei Menschen in der Ukraine und eine Frau auf russischem Gebiet getötet. (Symbolbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

27. Juni, 7.57 Uhr: Russische Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern attackiert

Die Ukraine hat in der Nacht und am frühen Morgen laut offiziellen Angaben Industrieanlagen in der russischen Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern angegriffen.

Mindestens zehn Menschen seien verletzt und die Produktionsanlagen eines Betriebs beschädigt worden, schrieb Gouverneur Andrej Botscharow. Zum Einsatz kamen seinen Worten nach "Flugobjekte mit Hochgeschwindigkeit".

Mehrere lokale Brände seien gelöscht worden. Wohngebäude waren demnach nicht betroffen. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht.

Unbestätigten russischen und ukrainischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die russische Rüstungsfabrik Titan-Barrikady. Das Internetportal "Astra" berichtete von Rauchwolken, die aus der Fabrik aufstiegen.

Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden.
Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

26. Juni, 22.23 Uhr: Selenskyj übermittelt erneut Friedensvorschlag an Putin

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Kriegsgegner Russland übermittelt.

"Die Freunde von (Kremlchef Wladimir) Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Kriegs möglich ist", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Nähere Details gab er nicht bekannt.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) versucht es erneut mit einem Friedensvorschlag.
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) versucht es erneut mit einem Friedensvorschlag.  © Malin Wunderlich/dpa

26. Juni, 18.17 Uhr: Kreml reagiert auf Kritik von der Front

Die russische Kriegsführung gerät auch bei der eigenen Truppe immer stärker in die Kritik - und zwingt den Kreml zu einer Reaktion.

Der Kreml habe von dem Video eines Soldaten mit der Kritik und der Forderung nach einer Audienz bei Präsident Wladimir Putin (73) gehört, bestätigte dessen Sprecher Dmitri Peskow (58) auf Nachfrage von Journalisten zu dem Thema. "Man muss sich das erst einmal anschauen", sagte Peskow, wobei er von "merkwürdigen Formulierungen" im Video sprach.

Zuvor hatte das Video des aus der Region Woronesch stammenden russischen Ex-Frontsoldaten Alexander Lunin Wellen geschlagen. Der Mann hatte im eigentlich in Russland verbotenen Netzwerk Instagram erklärt, er müsse Putin bei einer Live-Audienz die "ganze Wahrheit über das, was bei uns im Land passiert", sagen. An der Front würden Soldaten von ihren Vorgesetzten ausgebeutet, gequält und verheizt, klagte er.

Dmitri Peskow (58) muss sich zunehmend unangenehmen Fragen stellen.
Dmitri Peskow (58) muss sich zunehmend unangenehmen Fragen stellen.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa

26. Juni, 15.18 Uhr: Ukraine und Russland tauschen hunderte Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben hunderte Kriegsgefangene ausgetauscht.

"Heute haben wir 160 Soldaten zurückgeholt", teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bei Telegram mit. Sie seien seit 2022 in Gefangenschaft gewesen. Unter ihnen seien neben regulären Soldaten auch Angehörige der Nationalgarde und der Grenztruppen.

Titelfoto: Bildmontage: Uncredited/Russisches Verteidigungsministerium/AP/dpa / Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

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