Als Eltern ihn zum Ausziehen bewegen wollten, läuft er Amok: Arbeitsloser ermordet eigene Familie
Billings (USA) - Eine Großstadt in den USA steht unter Schock. Am vergangenen Sonntag eskalierte ein Familienstreit, wobei acht Menschen, darunter auch Kindern, ums Leben kamen. Erste Ermittlungen der Polizei geben nun Aufschluss darüber, wie es zu der schrecklichen Tat kommen konnte und wer der Täter war.
Am Wochenende erreichte die Polizei in Billings, der größten Stadt im US-Bundesstaat Montana, laut AP und "CBS News" ein panischer Notruf der 12-jährigen Charlotte, die am Telefon berichtete, dass ihre gesamte Familie gerade umgebracht wird. Sofort machten sich die Beamten demnach auf den Weg zu dem Haus der eigentlich so unauffälligen Familie.
Doch als sie dort ankamen war es bereits zu spät: Das Haus stand in Flammen. Sie sahen noch einen Mann aus dem Haus fliehen, doch als die Ordnungshüter ihn stellen wollten fiel ein weiterer Schuss – der bis dahin Unbekannte hatte sich selbst erschossen.
Kurze Zeit später brachte Brad Ireland Klarheit. Seine Ex-Frau und seine beiden Kinder waren unter den Toten, den Mann, der sie und später sich selbst getötet hat, konnte er als Alan Smith (†44) – seinen ehemaligen Schwager – identifizieren.
Brad zufolge war Alan ein arbeitsloser Mann, der zwar an einer Universität studiert, sich jedoch nie um einen Arbeitsplatz gekümmert hatte. Sein gesamtes Leben verbrachte er vor dem Computer im Haus seiner Eltern, doch vor wenigen Wochen sollen diese die Reißleine gezogen und Alan vor die Tür gesetzt haben.
Am vergangenen Sonntag ist Alan dann zurück in das Haus seiner Eltern gekehrt, in dem sich die gesamte Familie gerade zu einem gemeinsamen Abendessen getroffen hatte.
Alan zündete Haus nach Amoklauf an
Am Tisch saßen Alans Oma (†92), seine beiden Eltern, seine Schwester und auch vier Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren. Unangekündigt betrat Alan das Haus, in dem er 44 Jahre lang gewohnt hat und eröffnete das Feuer auf diejenigen, die ihn all die Zeit versorgt haben. Nach dem Massaker steckte der Arbeitslose das Haus in Brand.
Brad sprach weiter davon, dass sein Schwager ein "Einsiedler" war und "mehrere Alarmzeichen vorhanden waren", jedoch war er bis zu seiner schrecklichen Tat am Sonntag nie durch gewaltsame Wutausbrüche aufgefallen.
Auch Adam Ghekiere, der Vater des zweiten Geschwisterpaares, welches von Alan kaltblütig ermordet wurde, äußerte sich zu der Tragödie: "Das Wort 'Monster' beschreibt nicht annähernd das, was Alan ist".
Titelfoto: © Matthew Brown/AP/dpa
