Athen (Griechenland) - Eine heftige Explosion hat am Freitagmorgen das historische Zentrum von Athen erschüttert. In der Plaka stürzte ein Wohnhaus ein, Trümmer beschädigten umliegende Gebäude und Autos. Einsatzkräfte suchen weiterhin nach fünf Menschen, die als vermisst gelten.
Die Explosion ereignete sich gegen 7.30 Uhr. Das Gebäude wurde durch die Detonation schwer getroffen und stürzte ein. Auch an benachbarten Häusern entstanden erhebliche Schäden, wie "ERT" berichtet.
Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte arbeiten zwischen massiven Trümmerteilen, mehrere Autos sind schwer beschädigt oder teilweise unter den Trümmern begraben.
Die große Sorge gilt nun möglichen Verschütteten. Die Behörden versuchen herauszufinden, wer sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Haus aufgehalten hat. Inzwischen werden nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur fünf Menschen vermisst.
Berichten zufolge könnte sich in einer Ferienwohnung im ersten Stock eine dreiköpfige Familie aus dem Ausland aufgehalten haben. Ob sie zum Zeitpunkt der Explosion noch dort war, ist unklar. Im zweiten Stock soll ein älteres Ehepaar gewohnt haben. Zu den beiden konnte bislang kein Kontakt hergestellt werden.
Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer mit speziell ausgebildeten Hunden, Wärmebildkameras und schwerem Gerät.
Die Ursache der Explosion ist weiterhin unklar
Schon unmittelbar nach der Explosion waren zahlreiche Feuerwehrkräfte angerückt. Aus einem benachbarten Gebäude konnten eine ältere und eine jüngere Frau befreit werden.
Wie gewaltig die Detonation gewesen sein muss, zeigen auch die Schäden in der Umgebung. Türen, Fenster und Fassaden wurden noch in einer Entfernung von mehr als 100 Metern beschädigt.
Ein Augenzeuge berichtete, er habe plötzlich einen gewaltigen Knall gehört. Anschließend seien Rauchwolken aufgestiegen und das Gebäude vor seinen Augen eingestürzt. Sämtliche Fensterscheiben seien zerbrochen.
Die Lage blieb auch Stunden nach der Explosion gefährlich. Während der Rettungsarbeiten brach plötzlich ein weiterer Teil des Gebäudes zusammen. Die Feuerwehr sperrte das Gebiet weiter ab.
Die genaue Ursache der Explosion ist bislang nicht geklärt. Erste Hinweise deuten auf eine mögliche Fehlfunktion oder ein Gasleck hin. Der Gasnetzbetreiber erklärte, Fachkräfte seien vor Ort und führten gemeinsam mit den zuständigen Behörden Untersuchungen durch.