County Kildare (Irland) - In der Nacht zum Sonntag kam es in Irland auf einer Autobahn zu einem folgenschweren Autounfall, der fünf jungen Männern das Leben kostete und drei Frauen sowie ein Kind schwer verletzt zurückließ.
Die Bilder des Crashs auf der Autobahn M9 nahe der Grafschaft Kildare lassen die schiere Wucht des Zusammenpralls nur erahnen.
Laut einem Bericht der britischen Rundfunkanstalt BBC ereignete sich der Unfall gegen 3 Uhr nachts. Die Insassen - fünf junge Männer im Teenager-Alter - starben noch am Unfallort. Ihre sterblichen Überreste wurden zur Obduktion in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Jugendlichen mit hoher Geschwindigkeit auf der Gegenfahrbahn der Autobahn unterwegs waren. Als ihnen ein Auto entgegenkam, konnten sie nicht mehr ausweichen – es kam zum Zusammenstoß.
Alle Insassen des zweiten Wagens wurden schwer verletzt. Die Fahrerin und Beifahrerin (beide in ihren 30ern) wurden unverzüglich in eine nahe gelegene Uniklinik eingeliefert. Eine weitere Beifahrerin (um die 20) und ein Kind auf dem Rücksitz kamen in ein anderes Krankenhaus.
Justin Kelly, der Kommissar der nationalen Polizei in Irland (Gardaí), spricht von einem "schrecklichen Vorfall", ausgelöst durch "unverantwortliches und gefährliches Fahren".
Wie konnte es zu dem tragischen Unfall kommen?
Warum die Jungs mit so hoher Geschwindigkeit auf der Gegenfahrbahn unterwegs waren, ist eine Frage, die sich viele stellen. Die Ermittler hoffen, dass die Obduktion Licht ins Dunkel bringen und eventuell klären kann, ob Drogen im Spiel waren.
Doch Kelly hat eine andere Befürchtung: "Was dieses rücksichtslose Verhalten noch erschreckender macht, ist, dass es in manchen Fällen für Likes in den sozialen Medien geschieht, ungeachtet der potenziell verheerenden Auswirkungen, die es auf unschuldige Menschen und die Täter selbst haben kann."
Der Polizeikommissar versichert der Bevölkerung Irlands, dass die Beamten "alles in ihrer Macht Stehende tun, um solche Fahrzeuge anzuhalten".
Gegenüber einem irischen Nachrichtensender versicherten die Gardaí, dass es unmittelbar vor dem fatalen Unfall keine Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und den Jugendlichen gegeben hat.