Junge bietet Freunden Kaugummis an - Zehn Kinder müssen sofort ins Krankenhaus

Orange (USA) - Eine neue Challenge im Internet sorgte dafür, dass in dieser Woche zehn Kinder einer Grundschule ins Krankenhaus eingeliefert mussten.

In den USA verteilte ein Junge Kaugummis mit scharfem Pfefferextrakt an Mitschüler. Zehn Kinder mussten daraufhin in eine Klinik gebracht werden. (Symbolbild)
In den USA verteilte ein Junge Kaugummis mit scharfem Pfefferextrakt an Mitschüler. Zehn Kinder mussten daraufhin in eine Klinik gebracht werden. (Symbolbild)  © 123rf.com/ekaterinabyuksel

Das Unglück passierte am Dienstag in der Kleinstadt Orange im US-Bundesstaat Massachusetts. Nachdem sie mit scharfem Kaugummi in Kontakt gekommen waren - was Teil einer viralen TikTok-Herausforderung ist - wurden die Schülerinnen und Schüler sofort in eine Klinik gebracht.

Wie der lokale Fernsehsender Western Mass News berichtete, hatte ein Junge die würzigen Kaugummis mit in die Schule gebracht und sie dann in einer Pause mehreren Mitschülern angeboten.

Allerdings handelte es sich nicht um süßes Bubblegum, sondern um einen Kaugummi, dem ein Pfefferextrakt mit 16 Millionen Scoville zugefügt war - auf der Scoville-Skala zur Messung der Schärfe ist das der höchstmögliche Wert. Laut dem Polizeichef von Orange entspricht es "fast dem Verzehr von Pfefferspray".

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Viele Kinder hätten geweint. Ihre Hände und Gesichter seien rot, manche tiefrot gewesen. Einige klagten über Schmerzen. Zehn von ihnen mussten nach dem Vorfall in eine Klinik gebracht werden.

"Niemand wusste, womit sie es zu tun hatten. Niemand hatte zuvor davon gehört. Die Finger des Arztes begannen von der Untersuchung zu brennen. Meine Arme juckten und brannten", sagte eine Mutter, deren neunjähriger Sohn ebenfalls eines der Kaugummis gegessen und sich daraufhin übergeben hatte.

Er habe dann bis zum nächsten Morgen Handschuhe getragen - bis die Symptome, die einer Verbrennung ähnelten, langsam abgeklungen waren.

Hautreizungen und Entzündungen der Atemwege

Der Feuerwehrchef erklärte weiter, dass der Kaugummi "Hautreizungen sowie Entzündungen der Atemwege verursachen kann". Diese Erfahrung musste eine weitere Mutter machen, deren Tochter auch mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Sie sagte, ihr Kind habe nur am Kaugummi gerochen, danach seien ihre Wangen extrem rot und geschwollen gewesen.

In einem Facebook-Posting erklärte das Southborough Police Department, dass es sich bei den betroffenen Kaugummis um das "CaJohns Trouble Bubble Bubblegum" handelte. Berichten zufolge wird es in einer TikTok-Challenge verwendet, bei der die Teilnehmer trotz der enormen Wärmebildung des Kaugummis versuchen, eine Blase zu machen.

Das Kaugummi wird nur bei Online-Händlern verkauft. Sowohl die Verpackung als auch die Webseite des Herstellers CaJohns Foods, LLC enthalten Warnhinweise zu dem Produkt. Danach sei der Verzehr bei Kindern äußerst gefährlich und sollten diesen ihn nicht essen. Aufgrund des Pfefferextraktes sollte das Gum generell "mit äußerster Vorsicht gehandhabt werden".

Titelfoto: ekaterinabyuksel

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