Mann fällt beim Wandern 60 Meter in die Tiefe: Grashalm rettet ihm das Leben

Madeira (Portugal) - Es klingt fast wie eine Szene aus einem Hollywood-Film: Der 36-jährige Abenteurer Kyle Quin Schrock stürzte während einer Wanderung in Madeira (Portugal) fast 60 Meter in die Tiefe. Überlebt habe er das Unglück dank eines einzigen Grashalms.

Kyle Quin Schrock (36) erlitt nach einem dramatischen Unfall in Madeira (Portugal) schwerste Verletzungen.  © Screenshot/GoFundMe/Tara Schrock

Der aus dem US-Bundesstaat Kalifornien stammende Mann liebt und lebt das Reisen rund um die Welt. Immer mit dabei: Eine Kamera, um die besonderen Momente während seiner Reisen festhalten und auf Instagram teilen zu können. Mehr als eine Million Menschen begleiten Kyle bereits auf der Plattform - verfolgen jedes Abenteuer von ihm mit.

Umso schockierter waren seine Fans, als der 36-Jährige keinen faszinierenden Travel-Post teilte, sondern stattdessen ein Video aus einem Krankenhaus veröffentlichte. In der Aufnahme ist zu sehen, wie Kyle mit sichtbaren Verletzungen an einem Sauerstoffgerät hängt.

"Ich bin in Madeira von einer Klippe gestürzt", erklärte er mit erschöpfter Stimme in die Kamera. Demnach sei er bei einer Wanderung auf der portugiesischen Insel aus einer Höhe von etwa 60 Meter in die Tiefe gefallen.

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"Ich dachte, ich sei tot, aber schließlich blieb ich an einem Grashalm hängen – so etwas wie einem kleinen Busch", schilderte Kyle seinen Followern. Er war mehr als überrascht, dass das Gestrüpp, an dem er sich mit aller Kraft klammerte, sein Körpergewicht aushielt.

Bereits wenige Sekunden nach dem Unglück hörte der Abenteurer "eine Stimme von oben". Es war ein Mann, der Kyle über einen Rettungshubschrauber informierte. "Das war die beste Nachricht, die ich hätte bekommen können", so der 36-Jährige.

Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte hielt sich der Abenteurer fest - keine leichte Aufgabe. "Ich musste durchhalten und versuchen, nicht weiter zu fallen", berichtete er. Anschließend wurde der 36-Jährige in ein Krankenhaus geflogen.

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Eigentlich ist der Abenteurer durch seinen Travel-Content bekannt - das änderte sich Mitte Oktober jedoch schlagartig.  © Fotomontage/Screenshot/GoFundMe/Tara Schrock

Bekannte eröffnet Spendenaufruf für verletzten Abenteurer

Kyle gibt nicht auf und freut sich schon darauf, wieder auf eigenen Beinen stehen zu können.  © Screenshot/GoFundMe/Tara Schrock

Die zuständigen Ärzte stellten bei Kyle Brüche an seinem Rücken, den Rippen sowie dem Brustbein fest. Trotz extremer Schmerzen sei er "unglaublich dankbar" über den positiven Ausgang des Unglücks.

Nun erholt sich der Abenteurer im Krankenhaus und kann es kaum abwarten, wieder auf beiden Beinen zu stehen - doch der Weg ist lang und vor allem teuer.

Nach seinem Unfall erstellte eine Bekannte von Kyle einen Spendenaufruf auf der Plattform "GoFundMe". "Sein Genesungsweg ist lang und erfordert Reiseunterstützung, Rehabilitation und weitere medizinische Versorgung in den USA", schrieb sie auf der Spendenplattform.

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Bislang konnten rund 18.000 US-Dollar (circa 16.000 Euro) gesammelt werden - etwa 46 Prozent des gesamten Spendenziels.

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