Schlamm-Flut rast durch Grand Canyon: Ein Toter, 15 Menschen vermisst

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Grand Canyon (Arizona/USA) - Es sind dramatische Stunden in einem der berühmtesten Naturwunder der Welt: Nach einer verheerenden Sturzflut suchen Einsatzkräfte im Grand Canyon nach mindestens 15 vermissten Menschen. Der National Park Service (NPS) bestätigte zudem den Tod eines 46-jährigen Mannes.

Nach der verheerenden Sturzflut im Grand Canyon werden mindestens 15 Menschen vermisst, ein Mann kam ums Leben.
Nach der verheerenden Sturzflut im Grand Canyon werden mindestens 15 Menschen vermisst, ein Mann kam ums Leben.  © J.THOMPSON / NATIONAL PARK SERVICE / AFP

Die Wassermassen trafen den Canyon am Samstagnachmittag gegen 14.30 Uhr. Besonders betroffen sind Bright Angel Canyon und die abgelegene Phantom Ranch, wie die New York Post berichtet.

Aufnahmen von der Katastrophe zeigen braune Fluten, die durch die Schlucht schießen und offenbar sogar ein Gebäude mitreißen. Rettungshubschrauber brachten Menschen trotz heftigen Regens in Sicherheit.

Zunächst hatte die Parkverwaltung um Hinweise zu mehr als 20 möglicherweise vermissten oder noch nicht erfassten Personen gebeten.

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Später wurde die Zahl auf 15 korrigiert. Gesucht werden insbesondere Menschen, die am 29. August entlang des Bright Angel Creek, auf dem North Kaibab Trail sowie rund um Phantom Ranch und Bright Angel Campground unterwegs waren.

Noch ist unklar, was mit den Vermissten passiert ist. Es steht noch nicht fest, ob sie von den Wassermassen erfasst wurden oder lediglich noch nicht offiziell registriert werden konnten.

62 Menschen wurden bereits ausgeflogen

Such- und Rettungsteams starteten unmittelbar nach der Flut einen Großeinsatz. Bis Sonntagmorgen waren 62 Menschen aus dem Bereich Phantom Ranch und dem unteren North Kaibab Trail evakuiert worden.

Die Flut hinterließ eine Spur der Verwüstung. Schlammige Wassermassen rissen Baumstämme, Pflanzen und Trümmer durch den Canyon. Die betroffenen Gebiete wurden bis auf Weiteres gesperrt. Besucher sollen die geschlossenen Bereiche keinesfalls betreten.

Die Gefahr ist noch nicht gebannt: Die Behörden warnen laut AFP vor weiteren Gewittern und heftigen Regenfällen. Dadurch könnten erneut Sturzfluten und Geröllströme entstehen. Auch Steinschläge und gefährliche Veränderungen an Wanderwegen seien möglich.

Titelfoto: J.THOMPSON / NATIONAL PARK SERVICE / AFP

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