Magere Erfolgsquote: "Titan"-U-Boot erreichte Titanic-Wrack nur selten!

Boston (USA) - Skandalöse Enthüllung um das zerstörte Tauchboot: Vor der Implosion mit fünf Toten erreichte die "Titan" das Wrack der Titanic nur in 13 von 90 Tauchgängen.

Die "Titan" erreichte das Wrack der Titanic in 3.800 Meter Tiefe nur in 13 von 90 Tauchfahrten.
Die "Titan" erreichte das Wrack der Titanic in 3.800 Meter Tiefe nur in 13 von 90 Tauchfahrten.  © OceanGate Expeditions/AP/dpa

Bevor Passagiere mit dem U-Boot in den Nordatlantik abtauchten, mussten sie eine Verzichtserklärung unterschreiben, berichtet Insider. Jetzt kam heraus, dass laut dem Dokument das U-Boot nur in 13 von 90 Fällen das Wrack der Titanic erreichte.

Dem Vertrag nach konnte die "Titan" in ihrer Zeit ab 2021 lediglich eine Erfolgsquote von 14 Prozent vorweisen.

Das U-Boot wurde am 18. Juni bei einem Tauchgang zum Titanic-Wrack zerstört. Alle fünf Passagiere starben dabei.

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Schon vor der Tragödie gab es verschiedene Vorwürfe gegen den Betreiber OceanGate: So sei das U-Boot nicht von Behörden zertifiziert worden. In dem Formular, das Passagiere unterzeichnen mussten, stand ebenfalls, dass das U-Boot "aus Materialien gebaut wurde, die bisher nicht häufig für bemannte Tauchboote verwendet wurden".

"Titanic"-Regisseur James Cameron (68) kritisierte den beim Unglück ebenfalls umgekommenen Unternehmens-Chef Stockton Rush (†61) dafür, dass er für die Außenhülle des U-Bootes Kohlenstoff und Titan verwendet habe - eine "furchtbare Idee", so Cameron.

Hollywood-Regisseur James Cameron (68) kritisierte das Unternehmen OceanGate für die unzureichende Sicherung des U-Bootes.
Hollywood-Regisseur James Cameron (68) kritisierte das Unternehmen OceanGate für die unzureichende Sicherung des U-Bootes.  © Ahn Young-Joon/AP/dpa

Ein weiterer Kritikpunkt war die Verwendung eines Game-Controllers zur Steuerung des U-Bootes. OceanGate stellte nach dem Unglück alle Fahrten ein. Dies verkündete das Unternehmen am 6. Juli.

Titelfoto: OceanGate Expeditions/AP/dpa

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