Vogelgrippe in Junghennen-Betrieb in NRW bestätigt: 122.000 Tiere getötet!

Delbrück - Die für Geflügel sehr ansteckende Vogelgrippe ist in Delbrück im Kreis Paderborn auf einem Hof zur Aufzucht von Junghennen nachgewiesen worden.

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat den Ausbruch der heimtückischen Tierseuche in Delbrück bestätigt.
Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat den Ausbruch der heimtückischen Tierseuche in Delbrück bestätigt.  © Bernd Wüstneck/dpa

Nach Anordnung des Kreisveterinäramtes seien rund 122.000 Tiere aus dem Bestand gekeult worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf am Montag mit.

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hatte den Ausbruch der heimtückischen Tierseuche bestätigt. Zugleich wurden im Kreis Paderborn Maßnahmen erlassen, um weitere Ansteckungen zu unterbinden.

Um den betroffenen Betrieb wurde eine Schutzzone im Umkreis von drei Kilometern und eine Überwachungszone im Umkreis von zehn Kilometern eingerichtet.

60.000 Enten müssen nach erstem Nachweis von Geflügelpest in NRW sterben
Vogelgrippe 60.000 Enten müssen nach erstem Nachweis von Geflügelpest in NRW sterben

In diesen Bereichen dürfen Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futter, Dung und Einstreu aus dem Stall nicht aus dem Bestand heraus und nicht hineingebracht werden. Zudem muss Geflügel in den Ställen bleiben.

Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (51) erklärte: "Deutschland und Europa erleben seit Oktober 2020 die bisher schwerste Seuchenlage der aviären Influenza".

Virus äußerst aggressiv: großes Leid für die Tiere!

Das nachgewiesene Virus sei äußerst aggressiv und mit großem Leid für die betroffenen Tiere verbunden, sagte die CDU-Politikerin.

In den Wintermonaten 2022/23 wurde das Virus bislang in mehr als 20 Geflügelhaltungen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. In Ostwestfalen gibt es viele Betriebe mit Geflügelhaltung.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa

Mehr zum Thema Vogelgrippe: