Gefahr wegen Lenkung: Rückruf-Aktion nimmt noch größeres Ausmaß an - VW, Audi, Seat und Skoda betroffen!

Wolfsburg/Flensburg/Ingolstadt - Nächste Hiobsbotschaft für VW: Der größte deutsche Autobauer muss nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wegen drohenden Problemen mit der Lenkung alleine hierzulande fast eine Million Autos zurückrufen - darunter beliebte Modelle wie Golf und Tiguan! Auch Audi, Seat und Skoda sind betroffen und müssen nun tausende Pkw zurückrufen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat seinen Sitz in Flensburg.  © dpa | Frank Molter

Wie das KBA am Freitag mitteilte, könne bei den betroffenen Modellen ein Schraubenabriss zu einem Lenkungsausfall führen. Deshalb müsse die Lenkungsverschraubung durch eine "korrosionsresistentere Schraube" ersetzt werden.

Bei VW sind demnach 895.832 Fahrzeuge in Deutschland betroffen, genauer die Modelle Tiguan, Touran, Golf, Golf Variant und Caddy aus dem Produktionszeitraum 24. September 2013 bis 1. Juli 2024. Weltweit müssen laut t-online sogar 2,16 Millionen VWs zurückgerufen werden.

Auch bei Volkswagen-Tochter Audi sind hierzulande 58.555 Fahrzeuge von den Lenker-Gefahren betroffen. Bei dem bayrischen Autohersteller muss das Modell Q3 aus dem Produktionszeitraum 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024 zurückgerufen werden. Weltweit könnten sogar 700.000 Audis betroffen sein.

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Wie das "Handelsblatt" berichtete, nimmt die Rückrufaktion noch viel größere Ausmaße an, den auch Modelle von Skoda und Seat können von der defekten Lenkung betroffen sein. Aus der Datenbank des KBA geht dabei hervor, dass deutschlandweit rund 44.000 Fahrzeuge von Seat betroffen sind (Modelle Ateca und Tarraco), die zwischen April 2016 und September 2024 produziert worden sind. Weltweit sind über 66.000 Fahrzeuge betroffen.

Inwieweit Hersteller Skoda von der Rückrufaktion betroffen ist, ging aus der KBA-Datenbank bislang nicht hervor. Insider sprachen gegenüber dem Handelsblatt jedoch von über einer Millionen betroffenen Fahrzeugen weltweit.

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Ein Schraubenabriss kann zu einem Lenkungsausfall bei Millionen VWs führen. (Symbolfoto)  © dpa | Christian Charisius

Große Krise bei VW: Sparprogramm beschlossen

Auch Audi muss etliche Fahrzeuge zurückrufen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Wie "Auto Motor Sport" informierte, könne Feuchtigkeit die Schraube zur Befestigung des Lenkgetriebes "über die Lebensdauer des Fahrzeugs korrodieren".

Würde der Schraubenkopf schließlich tatsächlich brechen, sei das Lenkgetriebe mit dem Vorderachsträger nur noch an einem weiteren Befestigungspunkt gekoppelt. Das Gehäuse des Lenkgetriebes könnte unter gewisser Belastung beschädigt werden - dann droht sogar ein kompletter Ausfall der Lenkung!

Bislang soll es aber noch zu keinem dadurch ausgelösten Unfall gekommen sein. Laut Kraftfahrt-Bundesamt handelt es sich dennoch um einen sicherheitsrelevanten Rückruf. Eine TAG24-Anfrage dazu ließ das Unternehmen zunächst unbeantwortet.

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Für VW ist indes der nächste Rückschlag in ohnehin extrem schwierigen Zeiten. In der ersten Jahreshälfte 2026 war der Gewinn des Konzerns um fast zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Die Wolfsburger haben ein dringendes Sparprogramm eingeleitet.

Anfang des Monats wurde beschlossen, dass weitere 50.000 Stellen gestrichen werden sollen. Die VW-Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm bangen gar um ihre komplette Existenz.

Erstmeldung vom 25. September, 12.30 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 19.14 Uhr.

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