Gewerkschaft ruft zu Protesten bei VW auf

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Zwickau/Dresden - Die IG Metall ruft an allen deutschen VW-Standorten zu einem Protesttag gegen den vom Konzern angekündigten Sparkurs auf. Auch das VW-Werk Zwickau wackelt.

Kein Kahlschlag am VW-Standort Zwickau! Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Landtag, Sören Voigt (54, CDU), konnte die ersten Meldungen kaum glauben.
Kein Kahlschlag am VW-Standort Zwickau! Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Landtag, Sören Voigt (54, CDU), konnte die ersten Meldungen kaum glauben.  © Sven Gleisberg

Anlass ist die Aufsichtsratssitzung am Donnerstag in Wolfsburg, auf der über mögliche Einschnitte beraten wird. Dort ist eine Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus geplant. Auch in Sachsen sind Aktionen in Zwickau und Chemnitz geplant.

In Dresden soll um 14 Uhr an der Gläsernen Manufaktur ein Transparent entrollt werden. Mit dabei ist auch der IG-Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto (45). Selbst bei Porsche in Leipzig werde es eine Aktion geben, teilte die Gewerkschaft mit. Arbeitsniederlegungen seien aber zunächst nicht geplant.

Laut "Manager Magazin" will VW bis zu 100.000 Stellen weltweit streichen. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Zwickau, Hannover, Emden und Neckarsulm.

Bei der Protest-Aktion in Dresden wird auch Jan Otto (45, IG-Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen) mit dabei sein.
Bei der Protest-Aktion in Dresden wird auch Jan Otto (45, IG-Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen) mit dabei sein.  © Christoph Soeder/dpa
Soll laut "Manager Magazin" geschlossen werden: das VW-Werk Zwickau/Mosel.
Soll laut "Manager Magazin" geschlossen werden: das VW-Werk Zwickau/Mosel.  © Ralph Kunz

Die ständigen Angriffe auf die Rechte der Beschäftigten nehme die Gewerkschaft nicht ohne Gegenwehr hin, erklärte IG-Metall-Chefin Christiane Benner (58) laut einer Mitteilung. Schon vor Wochen hatten sich Vertreter aller Fraktionen im Sächsischen Landtag klar gegen Entlassungen bei VW positioniert.

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Christoph Soeder/dpa

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