VW-Hängepartie in Zwickau: IHK verlangen Kurswechsel in Wirtschaftspolitik

Von Andreas Hummel

Chemnitz/Zwickau - Die Industrie- und Handelskammern (IHK) fordern einen sofortigen Kurswechsel der sächsischen Wirtschaftsstrategie.

Die Sorgen in Zwickau sind riesig. Viele VW-Mitarbeiter fragen sich, ob sie nach 2030 noch einen Job haben.  © Hendrik Schmidt/dpa

Die Situation rund um das Zwickauer VW-Werk sei ein Weckruf, schreiben die Präsidenten der drei Kammern in Chemnitz, Leipzig und Dresden in einer Stellungnahme.

"Wer nur auf 'verlängerte Werkbänke' setzt, aber keine eigenen starken Unternehmen aufbaut, macht sich abhängig von Entscheidungen, die anderswo getroffen werden."

Die Entwicklung bei Volkswagen zeige ein grundsätzliches Problem Sachsens als Wirtschaftsstandort. Es sei bisher zu wenig gelungen, eigene starke mittelständische Unternehmen, Unternehmenszentralen und damit wirtschaftliche Entscheidungskompetenz im Freistaat aufzubauen.

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"Wer keine eigenen starken Unternehmen in der eigenen Region hat, wird zum Spielball", konstatiert der Dresdner IHK-Präsident Andreas Sperl (79).

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Andreas Sperl (79), Präsident der Industrie- und Handelskammer Dresden, will weiterhin starke Unternehmen in der Region.  © Thomas Türpe

Es brauche daher ein Umsteuern weg von Förderungen hin zu Beteiligungen, so sein Leipziger Amtskollege Kristian Kirpal. Die IHKs fordern zudem die Errichtung einer Zukunftsstiftung. Sie solle "unabhängig und mit schlanken Verfahren" Investitionen ermöglichen.

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