Endlich abgehoben: Deutsche Isar-Aerospace-Rakete erfolgreich ins All gestartet

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Von Carsten Hoefer

Ottobrunn/Andøya - Die Spectrum-Rakete des deutschen Raumfahrtunternehmens Isar Aerospace ist bei ihrem zweiten Testflug erfolgreich ins All gestartet und hat dabei Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht.

Als Nutzlast hatte die 28 Meter hohe Spectrum-Rakete fünf wissenschaftliche Satelliten mehrerer Universitäten und ein wissenschaftliches Experiment geladen.
Als Nutzlast hatte die 28 Meter hohe Spectrum-Rakete fünf wissenschaftliche Satelliten mehrerer Universitäten und ein wissenschaftliches Experiment geladen.  © -/Isar Aerospace/dpa

Die Rakete hob am Samstag um 22.12 Uhr vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya ab, wie auf einem Livestream zu sehen war.

Nach zehn Minuten riss die Videoübertragung zum Boden ab, nachdem die Rakete die maximale Reichweite der Verbindung überschritten hatte. Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) gratulierte dem Unternehmen: "Das ist der Beginn einer neuen Ära."

Beim ersten Versuch im März 2025 waren nur 30 Sekunden bis zum Absturz vergangen.

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Das in Ottobrunn bei München ansässige Unternehmen feierte damit nach monatelangen Verzögerungen und viermaliger Verschiebung des zweiten Testflugs einen großen Erfolg.

Nach Angaben der Moderatoren bei der Live-Übertragung erreichte die Rakete knapp vier Minuten nach dem Start eine Flughöhe von etwa 100 Kilometern über dem Erdboden – die sogenannte Karman-Linie, die die gedachte Grenze zum All markiert. 

Rund 60 Prozent der Anfragen an Isar Aerospace kommen mittlerweile aus dem militärischen Bereich, wie Vorstandschef Metzler im Frühjahr berichtet hatte.

Titelfoto: -/Isar Aerospace/dpa

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