Nach gescheiterter Rettung: 1,5-Tonnen-Teleskop stürzt auf die Erde

Cape Canaveral (Florida/USA) - Rettungsmission gescheitert: Nach 22 Jahren im All steht das NASA-Teleskop "Swift" vor seinem dramatischen Ende. Der 1,5 Tonnen schwere Satellit fällt Richtung Erde - und nicht alle Teile dürften dabei verglühen!

Nach 22 Jahren im All droht dem NASA-Teleskop "Swift" der Absturz auf die Erde. Eine spektakuläre Rettungsmission scheiterte.  © Screenshot/X/@LearnWithNASA

Ein Feuerball am Himmel könnte das Ende einer spektakulären Weltraummission markieren.

Nach Angaben der US Space Force wird das NASA-Teleskop "Swift" gegen Freitag in die Erdatmosphäre eintreten.

Die meisten Bauteile dürften durch die enorme Hitze verglühen. Doch einige besonders widerstandsfähige Teile könnten den Absturz überstehen, wie "AP News" berichtet.

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Darunter befinden sich Komponenten aus Wolfram, einem Metall, das dichter als Blei ist, sowie Teile der Spiegelkonstruktion.

Wahrscheinlich fallen mögliche Überreste ins Meer. Doch auch weite Teile Afrikas, Australiens, Indiens, Südostasiens sowie Mittel- und Südamerikas liegen in der möglichen Absturzzone. Die US Space Force überwacht die Flugbahn.

Eigentlich sollte das Teleskop gerettet werden, doch der im Juli gestartete Roboter "Link" kam nicht näher als zwölf bis 15 Kilometer an "Swift" heran. Im September stürzte er selbst zur Erde.

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"Swift" war 22 Jahre lang auf der Jagd nach Sternenexplosionen

Das Gemini-South-Teleskop in Chile hielt 2022 einen außergewöhnlich hellen Gammastrahlenausbruch fest. Solche gewaltigen Explosionen erforschte auch das NASA-Teleskop "Swift".  © HANDOUT / INTERNATIONAL GEMINI OBSERVATORY/NOIRLAB/NSF/AURA / AFP

Beschleunigt wurde der Sinkflug durch die starke Sonnenaktivität der vergangenen Jahre. Sie verstärkte die Bremswirkung der oberen Erdatmosphäre.

Ende Oktober war das Teleskop schließlich zu tief gesunken, um noch stabile Beobachtungen durchzuführen. Seine Systeme wurden abgeschaltet.

Seit November 2004 hatte Swift mehr als 2000 Gammastrahlenausbrüche und 1400 explodierende Sterne registriert. Auch schwarze Löcher, Kometen und Asteroiden gehörten zu seinen Forschungsobjekten.

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Das Teleskop konnte sich blitzschnell auf kosmische Explosionen ausrichten und andere Observatorien wie Hubble und James Webb alarmieren.

Für die Wissenschaft ist der Verlust ein schwerer Schlag. Doch das Schicksal von "Swift" war von Anfang an besiegelt. "Wir wussten schon vor dem Start, dass dieser Tag kommen würde", sagt Astronom John Nousek von der Pennsylvania State University gegenüber "AP News". Er leitete einst das Kontrollteam des Teleskops.

Sein ernüchterndes Fazit: "Zumindest in einer niedrigen Erdumlaufbahn muss alles, was nach oben steigt, auch wieder herunterkommen. Und dieses Ende ist katastrophal."

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