NASA tritt bei Bau von Mondbasis aufs Gas: Erleben wir bald den nächsten großen Schritt der Menschheit?

Washington D.C. - Aus Science-Fiction wird Realität! Die NASA will zurück zum Mond - und auch dort bleiben. Deshalb soll zeitnah mit dem Bau einer Mondbasis begonnen werden. Ein anderes Großprojekt wurde dafür auf Eis gelegt.

Dieses NASA-Konzept zeigt, wie die fertige Mondbasis aussehen könnte.
Dieses NASA-Konzept zeigt, wie die fertige Mondbasis aussehen könnte.  © NASA

Es ist ein gewaltiger Schritt in der Geschichte der Menschheit, den die US-Raumfahrtbehörde NASA am Dienstag im Zuge einer "Ignition" (deutsch: Zündung) getauften Veranstaltung vorstellte und nun Wirklichkeit werden lassen will.

"Die NASA hat sich verpflichtet, das fast Unmögliche erneut zu erreichen, vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Trump zum Mond zurückzukehren, eine Mondbasis aufzubauen, eine dauerhafte Präsenz aufzubauen und die anderen Dinge zu tun, die notwendig sind, um die amerikanische Führung im Weltraum zu sichern", erklärte der neue NASA-Administrator Jared Isaacman (43).

Der 43-Jährige wurde im vergangenen Dezember zum neuen NASA-Chef ernannt und hat es offenbar eilig: "Die Uhr läuft in diesem Großmachtwettbewerb, und Erfolg oder Misserfolg wird in Monaten und nicht in Jahren gemessen."

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Insgesamt drei Projektphasen sind vorgesehen, um die Basis auf dem Mond zu verwirklichen. Bereits im kommenden Jahr fällt dafür der Startschuss.

Der neue NASA-Chef Jared Isaacman (43). (Archivbild)
Der neue NASA-Chef Jared Isaacman (43). (Archivbild)  © Bill Ingalls/NASA via AP/dpa

NASA plant in drei Phasen: So soll die Mondbasis gebaut werden

Die NASA will ab dem kommenden Jahr in kürzeren Abständen zum Mond aufbrechen. Im April 2026 sollen Astronauten im Zuge der "Artemis 2"-Mission den Mond zunächst umrunden.
Die NASA will ab dem kommenden Jahr in kürzeren Abständen zum Mond aufbrechen. Im April 2026 sollen Astronauten im Zuge der "Artemis 2"-Mission den Mond zunächst umrunden.  © John Raoux/AP/dpa

In der ersten Phase soll dabei das "Tempo der Mondaktivitäten" erhöht werden, teilte die NASA mit. Ab 2027 sollen laut Isaacman daher "nahezu monatlich" Geräte und Rover mit "wissenschaftlicher Nutzlast" auf der Mondoberfläche landen.

Diese soll den Grundstein für die zweite Phase - den Bau von "halb-bewohnbarer Infrastruktur" - legen. Im Zuge bemannter Weltraumflüge zum Mond sollen die Astronauten darin zeitweise leben können.

In der dritten und letzten Phase plant die NASA das schwere Gerät zum Erdtrabanten rauszuschaffen, das den Übergang von "periodischen Expeditionen" zu einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond möglich machen soll. Dazu gehören etwa Lebensraum-Module sowie Mond-Rover, die Logistik- und Bauaufgaben erledigen können.

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Während der volle Fokus der NASA nun auf einer Rückkehr zum Mond liegt, wurde die geplante Raumstation "Gateway" vorerst auf Eis gelegt. Diese sollte um den Mond kreisen und aus der Schwerelosigkeit bei der Erkundung des Mondes helfen.

"Im Rahmen dieser Strategie beabsichtigt die Agentur, Gateway in seiner jetzigen Form zu pausieren und sich auf eine Infrastruktur zu konzentrieren, die einen nachhaltigen Oberflächenbetrieb ermöglicht", schrieb die NASA.

Titelfoto: Bildmontage: NASA, John Raoux/AP/dpa

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