Broomfield (Colorado) - Ein dreiarmiges Roboter-Raumschiff ist am Freitag auf die Erde hinabgestürzt.
Die Raumsonde "LINK" des US-Unternehmens "Katalyst Space" war Anfang Juli zu einer schwierigen Rettungsmission ins Weltall aufgebrochen: Sie sollte das NASA-Teleskop "SWIFT" zurück auf seine Umlaufbahn bringen und somit vorm Absturz bewahren.
Doch das Vorhaben ging schief: "Die Raumsonde deorbitierte und trat am 25. September 2026 wieder in die Erdatmosphäre ein", teilte das Unternehmen mit. Auch das NASA-Teleskop ist damit wohl verloren. Es wird erwartet, dass SWIFT zum Jahresende auf die Erde kracht.
Die Verantwortlichen zeigten sich aber nicht gänzlich unzufrieden mit dem Ausgang der Mission: "Wir wussten von Anfang an, dass dies eine ehrgeizige Mission nach einem aggressiven Zeitplan war", sagte Katalyst-CEO Ghonhee Lee.
Nachdem die NASA das Unternehmen im September 2025 mit der Mission beauftragt hatte, gelang es dem Team binnen neun Monaten einen Weltraumroboter zu entwickeln, zu bauen und zu starten. Dies sei ein "Fundament, auf dem wir aufbauen können", so Lee weiter.
Auch bei NASA-Chef Jared Isaacman ist das Glas weiterhin halbvoll: "Dies ist nicht das Ergebnis, auf das wir hingearbeitet haben, aber es ändert nichts daran, warum es sich lohnt, diese Mission zu versuchen."
Die Mission der LINK-Raumsonde wurde bereits kurz nach Start zum Scheitern verurteilt, als der Roboter aufgrund elektronischer Probleme ins Schleudern geriet. Technikern gelang es, die Sonde wieder zu stabilisieren und sich dem NASA-Teleskop bis auf wenige Kilometer zu nähern, verfügte jedoch nicht mehr über genügend Treibstoff, um die Rettungsmission durchzuführen.