Formel entschlüsselt! So wirst du deines Glückes Schmied!

Boston (USA) - Es sind Zutaten, die wohl begehrter sind als (fast) jeder Lottogewinn! Wenn es nach Forschern der renommierten Harvard Universität geht, konnte nach nunmehr 80 Jahren eine Art Glücksformel entschlüsselt werden. Diese beinhaltet wissenschaftliche Erkenntnisse über das Streben nach Glück, welche bahnbrechende Fortschritte beinhalten sollen.

Traute Zweisamkeit: Eine innige Beziehung kann die Chance auf persönliches Glück erhöhen. (Symbolbild)
Traute Zweisamkeit: Eine innige Beziehung kann die Chance auf persönliches Glück erhöhen. (Symbolbild)  © Axel Heimken/dpa

Die bis heute einmalige US-Langzeitstudie der Harvard Universität beschäftigt sich seit 1938 mit der Frage des Glücks.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es sich bei individuellem Glück um ein extrem komplexes und vielschichtiges Themenfeld handelt.

Heißt: Ein glückliches Leben kann nicht an einem einzigen Parameter festgemacht werden. Vielmehr schlussfolgern die Wissenschaftler, dass eine Kombination aus mehreren Faktoren die Glücksformel entschlüsselt.

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Diese bestünden demnach aus einer ganzen Reihe von essenziellen Rahmenbedingungen wie Gesundheit, gesellschaftliche Anerkennung sowie der sozioökonomischen Situation.

Trotz aller Komplexität der Glücksforschung beruht die Glücksformel stets auf guten Beziehungen. Diese würden laut Forschung den Schlüssel für ein glückliches und erfülltes Leben darstellen.

Hierzu zählten nach neuesten Erkenntnissen nicht nur eine Paarbeziehung oder die Familie, sondern auch Beziehungen im weiteren Sinne. So könnten Freunde, Nachbarschaftsbeziehungen, Arbeitskollegen oder sogar Zufallsbegegnungen von erheblich größerem Wert sein als bislang angenommen.

Streben nach Glück nicht erstrebenswert

Wissenschaftler sind sich sicher: Ein Plausch im Freien bei Sonnenschein kann sogar spontanes Glück auslösen. (Symbolbild)
Wissenschaftler sind sich sicher: Ein Plausch im Freien bei Sonnenschein kann sogar spontanes Glück auslösen. (Symbolbild)  © Christin Klose/dpa

Glücksforscher Robert J. Waldinger und Marc Schulz fassen ihre Resultate wie folgt zusammen:

"Wenn wir alle vierundachtzig Jahre der Harvard-Studie nehmen und sie zu einem einzigen Lebensprinzip zusammenfassen, wäre dieses: Gute Beziehungen machen uns gesünder und glücklicher."

Damit sei aus ihrer Sicht klar widerlegt, dass materielle Werte wie Geld oder Erfolg im Beruf für eine generelle Zufriedenheit sorgten. All diese Faktoren spielten demnach eine untergeordnete Rolle, wenn der Faktor Beziehungen nicht stimmte.

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Wer andauernd nach Glück strebe, laufe den Experten zufolge Gefahr, das Gegenteil damit zu erreichen und sich schlimmstenfalls sogar ins Unglück zu stürzen, wie sich die Glücksforscher folgendermaßen erklären.

"Über die Zeit verfestigt sich das Gefühl, dass unser Leben hier ist, während die Dinge, die wir für ein gutes Leben brauchen, dort drüben oder in der Zukunft liegen. Immer außerhalb unserer Reichweite."

Seinem Glücks-Schicksal ausgeliefert ist man allerdings keineswegs, denn bereits ungeahnte Trainingsmaßnahmen erhöhen den Wissenschaftlern zufolge die Chance, sein persönliches Glück zu steigern. So könne bereits ein netter Plausch auf der Straße oder mit der alleinstehenden Nachbarin für spontane Glücksgefühle sorgen.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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