Sensations-Fund im Mittelmeer! Forscher entdecken ältestes Schiffswrack der Welt

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Kekova (Türkei) - Zu jener Zeit, als dieses Schiff noch über das Mittelmeer schipperte, war der Bau der berühmten Pyramiden von Gizeh und der großen Sphinx noch im vollen Gange. Über 4000 Jahre später finden Forscher es nun auf dem Meeresboden vor der Türkei wieder.

Vorsichtig bringen die Taucher die gefundenen Amphoren mithilfe einer Boje zurück an die Wasseroberfläche.
Vorsichtig bringen die Taucher die gefundenen Amphoren mithilfe einer Boje zurück an die Wasseroberfläche.  © IMAGO / Anadolu Agency

Mehmet Nuri Ersoy (58), der türkische Minister für Kultur und Tourismus, berichtete selbst am Mittwoch auf seinem Facebook-Profil über den sensationellen Fund vor der Küste der Provinz Antalya im Süden des Landes.

"Im Projekt 'Blaue Heimat' bringen wir die Spuren des ältesten Schiffswracks der Welt ans Licht", schreibt der Politiker in den sozialen Medien. Unter seinem Beitrag sieht man ein Video von den Forschern, die das Wrack am Meeresboden untersuchen.

Bei den Grabungsarbeiten fanden die Wissenschaftler demnach Tongefäße, die laut "CNN" ersten Schätzungen zufolge zwischen 4400 und 4700 Jahre alt sind. Zudem wird angenommen, dass die Amphoren damals für den Transport von Olivenöl und/oder Wein genutzt wurden. Die Tonanalysen im Labor zeigten, dass das Material aus dem Jordantal im Nahen Osten stammt.

Forscher machen überraschende Entdeckung in der Vagina schwangerer Frauen
Wissenschaft und Forschung Forscher machen überraschende Entdeckung in der Vagina schwangerer Frauen

Dies sehen die Forscher als Beweis für einen florierenden Handel zwischen den damaligen Völkern im östlichen Mittelmeerraum an. So wurden ähnliche Amphoren aus demselben Material auch in Ägypten, Troja und Kreta gefunden.

Der Öffentlichkeit soll dieser historische Fund aber nicht vorenthalten werden. So werden die Stücke im Museum für Unterwasserarchäologie ausgestellt.

Ein Video zeigt die Forscher bei der Arbeit

Der spektakuläre Fund macht selbst die Meeresbewohner neugierig.
Der spektakuläre Fund macht selbst die Meeresbewohner neugierig.  © IMAGO / Anadolu Agency

Seefahrer sollen Butter auf See hergestellt haben

Neben den Wein-/Ölamphoren fanden die Taucher auch ein weiteres, andersartiges Tongefäß mit neun verschiedenen Markierungen und zwei Löchern.

Dieses Gefäß, bei dem angenommen wird, dass es der Butterherstellung diente, könnte Aufschluss darüber geben, ob und falls ja, wie sich die Seefahrer während langen Fahrten ernährt und ob sie die Lebensmittel teilweise selbst hergestellt haben.

Titelfoto: Fotomontage: IMAGO / Anadolu Agency

Mehr zum Thema Wissenschaft und Forschung: