Weitere Mammut-Knochen auf Großbaustelle von Suedlink entdeckt

Von Susanne Kupke-Flohr

Lauda-Königshofen - Das lässt Archäologenherzen höher schlagen: Weitere Knochenfragmente eines Mammuts sind auf einer Baustelle für das Stromtrassen-Großprojekt "Suedlink" bei Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis) entdeckt worden.

Die Knochenfragmente wurden professionell freigelegt.
Die Knochenfragmente wurden professionell freigelegt.  © Transnet BW/dpa

Bereits Ende Mai hatten Grabungsteams an der Stelle einen Mammut-Stoßzahn gefunden. Nun wurden bei den Ausgrabungen auch noch der zweite Stoßzahn, Teile des Schädels mit Unterkiefer und ein Schulterblatt freigelegt, teilte der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW mit.

"Dies ist einer der wenigen eiszeitlichen Mammut-Funde im Norden Baden-Württembergs", sagte René Wollenweber, Archäologe beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.

Auf der Baustelle seien auch noch eine Erdbestattung, Kochstellen und Vorratsgruben aus der Stein- und Bronzezeit gefunden worden. Diese werden nun unter Aufsicht des Denkmalamtes dokumentiert und ausgewertet.

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Die Erdarbeiten auf der Baustelle sollen trotz des Fundes bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Suedlink soll auf rund 700 Kilometern Strom zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands transportieren. Es ist eines der größten Infrastrukturvorhaben der Energiewende.

Die Gleichstrom-Erdkabelverbindung soll ab Ende 2028 die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden.

Titelfoto: Transnet BW/dpa

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