"Apps auf Rezept" im Aufwind: Thüringen nutzt digitale Medizin immer häufiger

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Thüringen - Digitale Gesundheitsanwendungen, sogenannte "Apps auf Rezept", gewinnen in Thüringen zunehmend an Bedeutung. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK PLUS. Zwar steigt die Nutzung insgesamt deutlich an, regional gibt es jedoch weiterhin große Unterschiede.

Seit der Einführung im Oktober 2020 wurden die "Apps auf Rezept" laut Pressemitteilung der AOK Plus rund 20.600-mal von Versicherten genutzt. (Symbolfoto)
Seit der Einführung im Oktober 2020 wurden die "Apps auf Rezept" laut Pressemitteilung der AOK Plus rund 20.600-mal von Versicherten genutzt. (Symbolfoto)  © Elisa Schu/dpa

Seit der Einführung im Oktober 2020 wurden die Anwendungen laut Pressemitteilung der AOK Plus rund 20.600-mal von Versicherten genutzt. Allein im Jahr 2025 lag die Zahl bereits bei über 7200 Verordnungen - ein klarer Anstieg in den vergangenen Jahren.

Besonders häufig kommen die Apps bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes zum Einsatz, gefolgt von psychischen Erkrankungen sowie Beschwerden des Muskel- und Skelettsystems.

Regional zeigt sich ein unterschiedliches Bild: Spitzenreiter ist die Stadt Jena, gefolgt vom Saale-Holzland-Kreis und dem Ilm-Kreis.

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Deutlich seltener werden die Anwendungen hingegen unter anderem in Gera, im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt genutzt.

Digitale Gesundheitsanwendungen können Therapien ergänzen oder Wartezeiten bis zum Start der Behandlung überbrücken. (Symbolfoto)
Digitale Gesundheitsanwendungen können Therapien ergänzen oder Wartezeiten bis zum Start der Behandlung überbrücken. (Symbolfoto)  © 123RF/bialasiewicz

Apps als Ergänzung zur laufenden Therapie

Gründe dafür sieht die AOK PLUS unter anderem in der unterschiedlichen Dichte an Fachärzten und Psychotherapeuten sowie in der Offenheit gegenüber digitalen Angeboten. Auch das Alter und die Technikaffinität der Patientinnen und Patienten spielen eine Rolle.

Die "Apps auf Rezept" sind geprüfte Medizinprodukte und können bei verschiedenen Erkrankungen unterstützen - etwa durch Trainingsprogramme, digitale Tagebücher oder Anleitungen zur Verhaltensänderung. Sie dienen häufig als Ergänzung zu einer laufenden Therapie oder überbrücken Wartezeiten auf Behandlungen.

Titelfoto: Elisa Schu/dpa

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