Von Stefan Hantzschmann, Christian Rüdiger
Erfurt - Auf den Wiesen summt und brummt es bereits, doch auf eine Stechmückenplage müssen sich die Menschen in Thüringen noch nicht einstellen.
Für Mücken sei das Frühjahr zu trocken und zu kalt gewesen, erklärte der Vorsitzende des Thüringer Entomologenverbands, Ronald Bellstedt, der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Er rechnet mit einem späteren Start der Mückensaison in diesem Jahr.
Bellstedt sagte, Mücken seien dann vor allem in Parkanlagen zu finden, an Waldrändern. "Trockene Hitze mögen Mücken gar nicht", erklärt er. Es handele sich um zarte Lebewesen, die außerdem auch windanfällig seien. "Deswegen halten die sich im Waldbereich auf - da ist Windschutz, da ist es feucht", betonte der Experte.
Auch für in Thüringen eingewanderte oder eingebrachte Arten wie die Tigermücke sei das Frühjahr nicht optimal gelaufen. "Aber das holen die wieder auf", teilte er mit. Begattete Weibchen überwinterten oft in Hauskellern. "Das packen die dann schon", erklärte der Vorsitzende.
Lästig und unangenehm sind auch Kriebelmücken, die nach Angaben von Bellstedt beispielsweise an der Unstrut vorkommen. Ihre Larven entwickeln sich in fließenden Gewässern. Nach einer Blutmahlzeit kann sich die betroffene Stelle auf der Haut des Menschen übel entzünden.