Fast 600 Menschen in Thüringen haben ihr Geschlecht ändern lassen

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Von David Hutzler

Erfurt - Hunderte Menschen in Thüringen haben seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes vor zwei Jahren ihren Geschlechtseintrag ändern lassen.

Zahlreiche Menschen haben das Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes für sich genutzt. (Symbolfoto)
Zahlreiche Menschen haben das Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes für sich genutzt. (Symbolfoto)  © Peter Steffen/dpa

Alleine in den Städten Erfurt, Jena, Gera, Weimar, Suhl, Ilmenau und Mühlhausen waren es 570 Änderungen, wie eine Abfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Nach einem Run zu Beginn hat das Interesse an einer Änderung den Zahlen zufolge aber zuletzt nachgelassen. 

So wurden beispielsweise in Jena im ersten Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. November 2024 insgesamt 87 Änderungen des Geschlechtseintrags verzeichnet. Im zweiten Jahr waren es demnach nur noch 36.

Auch in Weimar waren es im ersten Jahr mehr als doppelt so viele Fälle wie im zweiten Jahr. Und in Erfurt gab es im November und Dezember 2024 einen ersten Ansturm mit 66 Änderungen. Im bisherigen Jahr 2026 waren es hingegen nur 30. 

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Seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes können Menschen relativ einfach über eine Erklärung beim Standesamt ihren Geschlechtseintrag und ihren Vornamen ändern lassen. Anmelden müssen sie dies drei Monate im Voraus.

Mit dem zuvor geltenden umstrittenen Transsexuellengesetz war für Betroffene über 40 Jahre lang eine langwierige und kostspielige Prozedur mit Gutachten und Gerichtsbeschlüssen verbunden.

Titelfoto: Peter Steffen/dpa

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