Ministerin zieht Bilanz: Mehr als 150 Menschen in Thüringer Abschiebehaft

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Von David Hutzler

Arnstadt - In Thüringens Abschiebehaftanstalt in Arnstadt sind bislang insgesamt mehr als 150 Menschen untergebracht worden.

Thüringens eigene Abschiebehaftanstalt ist immer wieder voll belegt.
Thüringens eigene Abschiebehaftanstalt ist immer wieder voll belegt.  © Martin Schutt/dpa

Über 100 davon wurden abgeschoben, wie das Migrationsministerium mitteilte. Was mit den anderen Menschen passierte, teilte das Ministerium nicht mit. 

Die Anstalt ging im August 2025 an den Start und hatte zunächst zehn Plätze. Anfang Oktober wurde die Kapazität den Angaben zufolge auf 15 Plätze erhöht. Migrationsministerin Beate Meißner (44, CDU) hatte dies bereits angekündigt. 

Die Einrichtung sei in den vergangenen Monaten immer wieder und über längere Zeiträume voll belegt gewesen, hieß es weiter. Und auch nach der Aufstockung der Plätze seien die Kapazitäten schnell wieder ausgeschöpft gewesen. Das zeige, dass ein hoher Bedarf bestehe, so Meißner.

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Seit Ende 2025 wurden laut Migrationsministerium schätzungsweise zehn bis 15 Anfragen pro Monat abgelehnt.

Daher sei die Aufstockung alternativlos gewesen. Meißner kündigte zudem weitere Haftplätze an, wenn genügend Personal vorhanden sei.

Thüringer Abschiebehaft als symbolträchtiges Projekt

Die Abschiebehaftanstalt ist eines der symbolträchtigsten Projekte der Koalition aus CDU, Thüringen.Gerecht und SPD - und war vor allem eine Wunschmaßnahme der Christdemokraten.

Dort werden Menschen untergebracht, die Deutschland verlassen müssen, deren Abschiebung rechtlich möglich ist und bei denen beispielsweise Fluchtgefahr besteht. Teils gehe es auch um mehrfache Straftäter, so Meißner. 

Zuvor hatte Thüringen einen Abschiebehaftplatz in Rheinland-Pfalz genutzt.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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