Von Sebastian Haak
Thüringen - Ihre Länge beläuft sich inzwischen auf deutlich mehr als 50 Kilometer und ist in den vergangenen Jahren gewachsen: Amphibienschutzzäune, die vom Land Thüringen gefördert werden.
In diesem Jahr wurde nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums so viel Geld für Amphibienschutzzäune ausgegeben, wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit.
Insgesamt seien für das Jahr 2026 etwa 114.000 Euro für Amphibienschutzzäune bewilligt worden, schreibt das Ministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Umweltpolitikerin Nadine Hoffmann. Die so geförderten Anlagen befänden sich überwiegend an Land- und Ortsverbindungsstraßen.
Mit Hilfe der Schutzzäune soll verhindert werden, dass zum Beispiel Frösche, Kröten oder Lurche überfahren werden, wenn sie auf ihren Wanderungen große Straßen überqueren müssen.
Die Zäune werden an den jeweiligen Straßenseiten aufgestellt, sodass die Tiere dann an ihnen entlang wandern, statt die Fahrbahn zu überqueren.
Immer mehr Amphibienschutzzäune gefördert
In regelmäßigen Abständen sind dann Eimer in den Boden eingelassen, in die die Tiere fallen. Sie sind so tief, dass die Tiere nicht wieder herauskommen. In der Regel kontrollieren ehrenamtliche Helfer diese Eimer und tragen die gefangenen Amphibien dann sicher über die Straße.
In den vergangenen Jahren sind immer mehr Amphibienschutzzäune in Thüringen durch das Land gefördert worden. Im Jahr 2020 seien etwa 85.000 Euro für insgesamt etwa 54 Kilometer Zäune ausgegeben worden, schreibt das Ministerium in seiner Antwort auf die Anfrage Hoffmanns. Vor zwei Jahren seien dann fast 110.000 Euro für fast 57 Kilometer Zäune bereitgestellt worden.