Von Sarah Knorr, Christian Rüdiger
Greiz - Seit Donnerstagabend sind mehr als 350 Haushalte nach einem Gasleck in Greiz weiter von der Gasversorgung abgeschnitten - das soll sich im Laufe der Woche ändern.
"Wir streben an, unter Wahrung aller sicherheitsfordernden Aufgaben, eine Versorgung gegen Mitte der Woche umsetzen zu können", sagte André Süßmilch, Geschäftsführer der Energieversorgung Greiz.
Am Donnerstagabend war das Wohngebiet wegen des Lecks weiträumig abgesperrt worden. 50 Anwohner wurden zunächst evakuiert, in der Nacht konnten sie in ihre Häuser zurückkehren. Als Ursache für das Gasleck wird Materialermüdung vermutet, erklärte der Geschäftsführer.
Konkret sind demnach etwas mehr als 350 Haushalte in folgenden Bereichen/Straßen betroffen:
- Rosa-Luxemburg-Straße
- Rudolf-Breitscheid-Straße
- Südstraße
- Salzweg
- Steilweg
- Tannendorfstraße
- Am Hasental
- Am Hutmachersberg
- Am Salzacker
- Otto-Meier-Straße
- Amselstieg
- Am Berg
- Tryfelweg
- Mylauer Straße
- Teile der Plauenschen Straße
- Ortslage Obergrochlitz
Jeder einzelne Haushalt muss wieder an Versorgung angeschlossen werden
Um die Versorgung wiederherzustellen, seien umfangreiche Reparaturen nötig, erklärte Süßmilch. Von dem Gasleck betroffen ist demnach eine Stelle der Gasleitung unter den Bahngleisen, die nicht direkt zugänglich ist.
Aus diesem Grund werde derzeit an einer Interimslösung gearbeitet. Diese sieht eine Ersatzleitung vor, für die Tiefbauarbeiten notwendig sind und ein Gasrohr verlegt werden muss, erläuterte er. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet.
Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, müsse dann jeder einzelne Haushalt überprüft und wieder an die Versorgung angeschlossen werden. Parallel liefen außerdem die Arbeiten für die endgültige Lösung in Absprache mit der Deutschen Bahn.
Es gebe eine große Bereitschaft unter der Bevölkerung, sich gegenseitig zu helfen, betonte der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze (54, parteilos).
Zudem sei hilfreich, dass die Temperaturen noch recht warm seien. Für Betroffene hatte das Technische Hilfswerk (THW) am Wochenende eine Duschmöglichkeit aufgebaut, die weiterhin zur Verfügung steht.