Von Sarah Knorr
Altenburg/Meuselwitz - Seit Ende Juni schwelt bei Meuselwitz unterirdisch Feuer und führt zu Rauch sowie unangenehmen Gerüchen. Messungen der Luft sollen nun Rückschlüsse auf mögliche Gesundheitsrisiken liefern.
Wegen des unterirdischen Schwelbrands auf dem früheren Kohlebergbaugelände bei Meuselwitz starten in dieser Woche die Luftmessungen in umliegenden Ortschaften.
Beginnen sollen sie am Donnerstag, wie eine Sprecherin des Landratsamts in Altenburg sagte. Um die Luftqualität zu untersuchen, werden demnach Messstationen in Meuselwitz, Mumsdorf, Falkenhain, Bünauroda und Michelwitz aufgebaut.
Seit Wochen schwelt der Brand im Altenburger Land in der Nähe der Landesgrenzen zu Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Rauch verursacht laut der Flächeneigentümerin, der Lausitzer und Mitteldeutschen Braunkohleverwaltungsgesellschaft (LMBV), teils erhebliche Geruchsbelästigungen.
Auf Anordnung der Stadt Meuselwitz soll an den von der Geruchsbelästigung betroffenen Orten gemessen werden, wie es vergangene Woche vom Landratsamt hieß. Diese sollen Aussagen über mögliche Gesundheitsgefährdungen liefern.
Dabei werde eine Reihe von Parametern erhoben. Am Brandort selbst werden laut LMBV täglich etwa die Methan-Belastung in der Luft sowie im abziehenden Rauch gemessen und die Ergebnisse anhand von Maßstäben für Arbeitssicherheit geprüft.
Schwelbrand bei Meuselwitz ist schwierig zu löschen
Der Brand auf der stillgelegten Kohlebergbaufläche des ehemaligen Tagebaugebiets Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Nachdem der oberirdische Brand gelöscht war, wurde das Areal an die LMBV übergeben. Über Jahre haben sich auf dem Gelände in einem Becken Kohlereste abgelagert. Diese brennen unterirdisch und ist schwierig zu löschen.
Das betroffene Areal soll flächendeckend mit Wasser benetzt werden. Die LMBV rechne damit, dass Rauch- und Geruchsbelästigungen zum Jahresende beseitigt seien. Um den Brand endgültig zu ersticken, soll das Becken mit einer Masse abgedeckt werden. Damit soll nach jetzigem Stand 2027 begonnen werden.