Große Pläne: Bald selbstfahrende Busse in Thüringen?

Von Simone Rothe

Erfurt - Thüringen plant eine landesweite Modellregion für autonomes und vernetztes Fahren.

Thüringen möchte Modellregion für autonomes und vernetztes Fahren werden. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Ziel sei, in der Zukunft fahrerlose Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr und den geplanten integralen Taktfahrplan für den Freistaat einzubeziehen, teilte das Thüringer Verkehrsministerium auf Anfrage in Erfurt mit. Das Vorhaben solle auch beim Treffen der ostdeutschen Verkehrsminister am 13. und 14. August in Gera eine Rolle spielen. 

Es gehe Thüringen vor allem um neue Verkehrskonzepte für ländliche Regionen, bei denen der Freistaat in Zukunft auch als Modell für andere Bundesländer dienen könnte.

Verbessert werden sollen Erreichbarkeit und Nahverkehrsversorgung; Betriebskosten sollen langfristig stabilisiert werden.

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Sogenannte Level-4-Fahrzeuge, die ganz ohne Fahrer unterwegs sein können, könnten in der Zukunft neben dem Linienverkehr im Taktfahrplan auch Zubringerfahrten in dünn besiedelte Regionen sowie Fahrten auf Anforderung übernehmen.

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Autonomes Fahren über wissenschaftliche Tests hinaus

Der aus Thüringen stammende parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Christian Hirte, sagte auf dpa-Anfrage: "Wir sind immer daran interessiert, wenn Bundesländer bei solchen Projekten mitmachen." Über wissenschaftliche Tests sei das autonome Fahren hinaus. "Es geht um die Praxis." 

Der Freistaat stehe bei dem Projekt nicht am Anfang, so das Ministerium. Beispielsweise habe sich Verkehrsminister Steffen Schütz (CDU) im Juli über einen autonom fahrenden Kleinbus - einen sogenannten Robobus - informiert, den das Thüringer Innovationszentrum Mobilität an der Technischen Universität Ilmenau vorgestellt habe.

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