Partnerschaft mit Kleinpolen: Betroffenheit in Thüringen über Blutbad in Krakau

Erfurt/Krakau - Das Gewaltverbrechen mit mehreren Toten im polnischen Krakau hat auch in dessen deutscher Partnerregion Thüringen Entsetzen ausgelöst. Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) äußerte sich betroffen über die Tat.

Insgesamt neun Menschen starben bei der Tragödie in Krakau.  © Beata Zawrzel/AP/dpa

"Die schrecklichen Nachrichten aus Krakau erschüttern mich zutiefst", erklärte er. "Gerade in diesen schweren Stunden stehen wir fest an der Seite unserer polnischen Freunde."

Thüringen und die polnische Woiwodschaft Kleinpolen (Małopolska), deren Zentrum Krakau ist, verbindet seit 1997 eine Regionalpartnerschaft.

Ein 24-jähriger Mann war am Samstag mit seinem Auto auf den belebten Marktplatz der südpolnischen Touristenmetropole Krakau gefahren und hatte wahllos auf Passanten geschossen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben sechs Menschen getötet und 16 Menschen verletzt.

Thüringen Bildungsminister Tischner äußert sich: Neue Regelungen für Handynutzung an Thüringer Schulen

Im Haus des Todesschützen wurden zudem drei Tote gefunden, nach Polizeiangaben die Eltern und die Schwester des Mannes.

Anzeige
Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) zeigte sich erschüttert.  © dpa | Bodo Schackow

Voigt will Mitte November eine seit längerem geplante Reise nach Krakau antreten und den dortigen Regionalpolitikern persönlich sein Mitgefühl und die Anteilnahme der Menschen in Thüringen übermitteln.

Mehr zum Thema Thüringen: