Thüringer spenden gern! Vor allem auch an die eigene Stadt

Von Andreas Göbel

Erfurt - Es geht ihnen nicht um öffentliche Aufmerksamkeit: Thüringer spenden an Kommunen - aber ihr Name soll nicht genannt werden. Das kommt nach Angaben von Kommunalvertretern in den größeren Städten im Freistaat durchaus vor - oft geht es dabei nicht um riesige Summen.

Jede Spende hilft - auch den Städten und Kommunen in Thüringen. (Symbolfoto)  © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

"Viele Spenderinnen und Spender wünschen keine öffentliche Nennung", sagte Anja Kilian, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in Jena. 

In solchen Fällen sei die Identität der Wohltäter der Kommune zwar bekannt, werde aber auf deren Wunsch nicht öffentlich genannt. Auch Gera, Gotha oder Suhl berichten von Spendern, die anonym bleiben wollen. Meist handele es sich um Einzelfälle.

Noch seltener sei es, dass Spenden komplett anonym, also ganz ohne Kenntnis der Identität des Spenders, gemacht würden, hieß es übereinstimmend bei den Städten. Solche Fälle kämen gar nicht vor oder spielten eine untergeordnete Rolle, hieß es unter anderem in Mühlhausen, Suhl, Erfurt und Gotha.

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Größtenteils handele es sich dabei um Beträge aus aufgestellten Spendenboxen an Sehenswürdigkeiten, Buchspenden und ähnliche Fälle von Kleinspenden.

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Zuwendungen entlasten den kommunalen Haushalt und ermöglichen Projekte

Auch in Erfurt sind Spenden immer willkommen. Oft werden Spendenboxen auch an Sehenswürdigkeiten aufgestellt. (Symbolfoto)  © Heiko Rebsch/dpa

Ob anonym oder offen, ob große oder kleine Beträge: Hilfreich seien Spenden in jedem Fall, so die einhellige Meinung. Die Zuwendungen entlasteten den kommunalen Haushalt und ermöglichten Projekte, die andernfalls nicht oder nicht kurzfristig umgesetzt werden könnten, so Kilian. 

In Jena gebe es ein separates Spendenkonto, von dort aus würden die Beträge dem jeweiligen Projekt zugeordnet und stünden unmittelbar für den jeweiligen Zweck zur Verfügung. Spender hätten stets die Wahl, ob sie öffentlich genannt werden oder anonym bleiben wollten.

Auch in den anderen befragten Kommunen werden Spenden ähnlich gehandhabt.

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