Kahla - Für die traditionsreiche Kahla Porzellanmanufaktur gibt es keine Zukunft mehr. Der Geschäftsbetrieb der Kahla Porzellan GmbH soll laut einer Mitteilung des zuständigen Insolvenzverwalters zum Ende des Jahres vollständig eingestellt werden.
Trotz monatelanger Gespräche mit potenziellen Investoren konnte keine tragfähige Übernahmelösung gefunden werden.
Seit März liefen Gespräche mit verschiedenen Interessenten. Zuletzt sei intensiv mit einem türkischen Investor verhandelt worden, allerdings ohne Ergebnis.
Insolvenzverwalter Rolf Rombach sieht deshalb keine Möglichkeit, den Betrieb über das Jahresende hinaus fortzuführen. Bis dahin sollen noch bestehende Aufträge abgearbeitet und das Unternehmen geordnet abgewickelt werden.
Grund für die schwierige wirtschaftliche Lage wären unter anderem die hohen Energiekosten.
Steigende Kosten als Grund für Schließung
Die monatlichen Gaskosten hätten zuletzt bei rund 150.000 bis 180.000 Euro gelegen. Gleichzeitig ließen sich notwendige Preiserhöhungen am Markt nur eingeschränkt durchsetzen. Damit fehle die wirtschaftliche Grundlage für eine dauerhaft kostendeckende Porzellanproduktion in Deutschland.
Der Freistaat Thüringen war nach Angaben des Insolvenzverwalters frühzeitig in die Suche nach Lösungen eingebunden. Sowohl das Wirtschaftsministerium als auch die Staatskanzlei seien fortlaufend informiert worden und hätten die Bemühungen unterstützt. Auch Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) hatte sich in die Lösungsfindung eingeschaltet.