"Back to the Future Day": Doc Brown öffnet exklusiv sein Labor von 1955
Hamburg - Seit 2015 feiern Fans weltweit am 21. Oktober den "Back to the Future Day". Das Datum geht auf den zweiten Teil der Filmtrilogie "Zurück in die Zukunft" (1989) zurück: Dort reisen Marty McFly, Doc Brown und Jennifer Parker mit dem DeLorean ins Jahr 2015. Anlässlich des diesjährigen Fan-Events gewährte Jan Kersjes (45), der im gleichnamigen Hamburger Musical Doc Brown spielt, bereits einige Tage zuvor exklusive Einblicke in das legendäre Labor von 1955 auf der Bühne des Stage Operettenhauses. TAG24 war dabei.
Das Labor ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet und greift die beiden Zeitebenen 1955 und 1985 aus dem ersten Film auf, der auch die Grundlage für das Musical bildet.
Zahlreiche Easter Eggs erinnern zudem an die weiteren Teile der Trilogie, darunter ein Banner der "Clayton-Schlucht", die im dritten Film eine wichtige Rolle spielt.
Insgesamt wurden allein für das Labor rund 700 Requisiten weltweit zusammengetragen. Laut Kersjes stammen davon "99,9 Prozent" aus der jeweiligen Zeit.
Das aufwendige Bühnenbild wurde ursprünglich für die Broadway-Produktion in New York genutzt und nach deren Ende Anfang 2025 nach Europa verschifft. Allein für das Labor waren 80 Kisten nötig und der Aufbau im Hamburger Operettenhaus dauerte fast vier Tage. Anhand detaillierter Vorlagen wurde jedes Teil möglichst genau an seinem vorgesehenen Platz positioniert.
Auch die technischen Abläufe sind ausgeklügelt: Bewegliche Bühnenelemente werden auf Schienen hinein- und herausgefahren. Da die Umbauten teilweise schnell und laut erfolgen, sind sie genau auf die Musik abgestimmt. Zugleich müssen die Requisiten fest montiert sein, damit während der Show nichts verrutscht.
Dieses Telefon weckt Kindheitserinnerungen
Bei all den Filmklassikern und technischen Details hat Kersjes auch ein persönliches Lieblingsrequisit: ein altes Telefon. "Das mag ich sehr gern, weil ich das noch aus meiner Kindheit kenne", so der Musical-Darsteller gegenüber TAG24.
Seine Eltern hätten ebenfalls einen solchen Apparat gehabt, seine Oma sogar eines mit Tasten in Form einer Schreibmaschinentastatur.
Kersjes war die Welt von Doc Brown und Marty McFly schon lange vor seiner Zusage bestens vertraut. Er ist großer Fan der Trilogie und kennt nach eigener Aussage alle drei Filme auswendig.
Als Kind begeisterte ihn vor allem der zweite Teil mit seinen Zukunftsvisionen. Später entdeckte er die besondere Qualität des ersten Films noch einmal neu: "Da habe ich dann richtig gemerkt, was für ein Meisterwerk der erste Film wirklich ist!"
1988 sah er diesen zum ersten Mal im Fernsehen. Heute selbst als Doc Brown auf der Bühne zu stehen, sei ein wahrer Traum, der in Erfüllung gegangen ist.
Auch den "Back to the Future Day" 2015 feierte Kersjes gebührend. Damals reiste er extra von Berlin nach Essen, um mit seinem besten Freund aus Schulzeiten alle drei Filme hintereinander im Kino zu sehen. "Wir haben bis 3 Uhr nachts geguckt. Das war ein großes Fest", erinnert er sich.
Warum George McFly für Jan Kersjes der wahre Held ist
Was Kersjes neben der Freundschaft zwischen Marty und dem Doc an der Geschichte bis heute besonders berührt, ist die Entwicklung von George McFly, Martys Vater.
Für ihn liegt die zentrale Botschaft nicht allein in der Zeitreise oder den spektakulären Erfindungen, sondern vor allem darin, wie George den Mut findet, sich gegen seinen Unterdrücker Biff zu behaupten.
"Mich berührt diese Geschichte einfach durchgehend und bleibt für mich auch selber aktuell", so Kersjes im TAG24-Gespräch.
Jeder habe gewissermaßen seinen "inneren Biff", Ängste und festgefahrene Verhaltensmuster, die einen davon abhalten können, den eigenen Weg zu gehen. Es gehe darum, den Mut zu finden, sich davon zu lösen.
Das Labor und Jan Kersjes als Doc Brown sind noch bis zum 14. Februar 2027 in "Zurück in die Zukunft - Das Musical" im Hamburger Stage Operettenhaus zu sehen.
Tickets gibt es unter stage-entertainment.de.
Titelfoto: Madita Eggers/TAG24

