Besondere Preisverleihung in Hamburg: Dieser Hollywood-Star kommt persönlich
Hamburg - Sie ist eine der ganz Großen des internationalen Kinos und bald zu Gast in Hamburg: Dame Helen Mirren (81) erhält in diesem Jahr den "Douglas Sirk Preis" des Filmfests Hamburg. Die britische Schauspiel-Ikone wird die wichtigste Auszeichnung des Festivals Ende September persönlich entgegennehmen, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten.
Nach der Preisverleihung am 29. September 2026 wartet gleich das nächste Highlight auf die Festivalgäste: Anton Corbijns neuer Film "Ein Talent fürs Morden" feiert beim Filmfest Hamburg seine Deutschlandpremiere.
Darin schlüpft Helen Mirren in die Rolle der berühmten Schriftstellerin Patricia Highsmith (†74, "Der talentierte Mr. Ripley").
"Helen Mirren hat die außergewöhnliche Fähigkeit, selbst ikonischen Figuren Widersprüchlichkeit, Humor und Menschlichkeit zu verleihen. Ob als Queen, Ermittlerin oder nun als Patricia Highsmith: Ihre Rollen sind präzise, eigenwillig und immer überraschend", so Festivalleiterin Malika Rabahallah.
Und weiter: "Für mich ist sie die perfekte und zu den Werten unseres Festivals passende Preisträgerin und es ist mir eine große Ehre, sie in Hamburg mit dem 'Douglas Sirk'-Preis auszuzeichnen."
Seit mehr als sechs Jahrzehnten steht die 81-Jährige auf Bühnen und vor Kameras. Ihre Laufbahn führte sie von der "Royal Shakespeare Company" über das britische Fernsehen bis nach Hollywood.
Unvergessen ist ihre Rolle als Ermittlerin Jane Tennison in der Erfolgsserie "Prime Suspect". Von 1991 bis 2006 verkörperte Mirren die Kommissarin und prägte damit nachhaltig das Bild starker weiblicher Figuren im Krimigenre.
Den internationalen Ritterschlag erhielt sie schließlich 2006 mit "The Queen". Als Queen Elizabeth II. begeisterte Mirren Publikum und Kritiker und wurde dafür mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
"Douglas Sirk"-Preis nach Hamburger Regisseur benannt
Der "Douglas Sirk"-Preis wird seit 30 Jahren an Persönlichkeiten vergeben, die "mit ihrem Schaffen die Filmkultur und die Filmindustrie nachhaltig geprägt haben".
Benannt ist die Auszeichnung nach dem in Hamburg geborenen Regisseur Douglas Sirk (†89), der vor allem mit seinen großen Hollywood-Melodramen wie "Written on the Wind" Filmgeschichte schrieb.
Der erste Preisträger war 1995 Hollywood-Legende Clint Eastwood (96).
Zu den jüngsten Preisträgern gehören unter anderem Jean-Pierre und Luc Dardenne, Andrea Arnold, Jacques Audiard und Sandra Hüller.
Das Filmfest Hamburg findet vom 24. September bis 3. Oktober 2026 statt. Mehr als 120 Produktionen aus aller Welt stehen auf dem Programm, darunter Welt-, Europa-, Deutschland- und Hamburg-Premieren.
Ein besonderes Highlight wartet zum Abschluss: Zum dritten Mal heißt es am 3. Oktober "Tag des freien Eintritts". Alle Filmfest-Filme, die an diesem Tag in den fünf Festivalkinos sowie den teilnehmenden "FilmFest ums Eck"-Kinos laufen, können kostenlos besucht werden.
Titelfoto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

