Hollywood-Star feiert Hamburg-Premiere: "Ich komme auf jeden Fall wieder"

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Hamburg - Im ausverkauften Kino 1 des CinemaxX Dammtor hat "Wild Horse Nine" am Sonntagabend im Rahmen des Filmfest Hamburg seine Deutschlandpremiere gefeiert. Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh (56, "7 Psychos") saß dabei persönlich im Saal. Es war sein erster Besuch in der Hansestadt, aber wohl nicht sein letzter: "Ich komme definitiv wieder!", betonte der Oscar-Preisträger bereits auf dem Roten Teppich.

Vier Jahre nach "The Banshees of Inisherin" meldet sich Martin McDonagh (56) mit einer schwarzen Thriller-Komödie zurück. Hier bei der Deutschlandpremiere am Sonntag beim Filmfest Hamburg.
Vier Jahre nach "The Banshees of Inisherin" meldet sich Martin McDonagh (56) mit einer schwarzen Thriller-Komödie zurück. Hier bei der Deutschlandpremiere am Sonntag beim Filmfest Hamburg.  © Madita Eggers/TAG24

Filmfeste seien eine gute Möglichkeit, Menschen wieder ins Kino zu bringen, so McDonagh im TAG24-Gespräch.

"Sie bringen Leute zusammen und sorgen dafür, dass Kinos lebendig und gut besucht bleiben. Ich finde, wir brauchen mehr davon und genau deshalb bin ich hier."

Mit im Gepäck: sein neuer Film "Wild Horse Nine", der am 12. November 2026 in den deutschen Kinos startet.

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In der Thriller-Komödie brillieren John Malkovich (72) und Sam Rockwell (57) als die CIA-Agenten Chris und Lee, die kurz vor dem Militärputsch in Chile 1973 von Santiago auf die Osterinsel (Rapa Nui) reisen.

Vor der Kulisse der ikonischen Skulpturen ("The Heads") ringen die beiden langjährigen Partner mit ihrer Vergangenheit und aktuellen Verschwörungen. Für McDonagh war dabei vor allem die Insel selbst entscheidend. "Ich bin vor 15 Jahren auf die Osterinsel gereist in der Hoffnung, sie habe den richtigen Charakter für einen Film, und das hat sie definitiv."

Bei der Geschichte sei es dann schon schwieriger gewesen. Nur bei einem sei er sich von Anfang an sicher: Im Mittelpunkt sollte ein Männer-Duo stehen. "Aber erst als ich darüber nachdachte, was mich seit ich ein Teenager bin beschäftigt - was die CIA in Chile getan hat, um den faschistischen Angriff zu organisieren -, und diese beiden Dinge miteinander verbinden konnte, begann sich die Geschichte zu entwickeln."

Typisch McDonagh geht es dabei ordentlich schräg zu: Groteske Dialoge treffen auf düsteren Humor, von Motten über Dinosaurier bis hin zu der Frage, ob eines dieser Tiere vielleicht im Himmel leben könnte.

Trailer zu "Wild Horse Nine"

Martin McDonagh will Männer als "intim, ehrlich und verletzlich" zeigen

Steven Gätjen (54) war am Sonntag erstmals beim Filmfest Hamburg dabei und direkt begeistert. Der Moderator habe Festivalleiterin Malika Rabahallah (56, r.) bereits gesagt, dass er das Filmfest künftig gerne mehr "unterstützen" wolle.
Steven Gätjen (54) war am Sonntag erstmals beim Filmfest Hamburg dabei und direkt begeistert. Der Moderator habe Festivalleiterin Malika Rabahallah (56, r.) bereits gesagt, dass er das Filmfest künftig gerne mehr "unterstützen" wolle.  © Madita Eggers/TAG24

In erster Linie ist "Wild Horse Nine" jedoch ein berührender Film über Freundschaft, in den McDonagh immer wieder politische Aspekte einwebt.

"Am Ende bleibt die Liebe zwischen den beiden", sagte der 56-Jährige am Sonntag im Gespräch mit Steven Gätjen (54), der das anschließende Q&A moderierte. Männerfreundschaften seien ein wichtiges Thema in vielen seiner Filme, so der Hollywood-Star.

Laut dem Filmemacher werden diese im Kino "nicht genug ausprobiert" beziehungsweise häufig als Buddy-Komödien dargestellt, die weit von seinen eigenen Erfahrungen entfernt seien. Er hingegen wolle Männer auch als "intim, ehrlich und verletzlich" zeigen.

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Gätjen selbst ist bekennender Fan des Regisseurs: "Ich liebe seine Filme, die Charaktere und wie er schreibt", verriet er im TAG24-Gespräch. Auch vom Filmfest Hamburg zeigte sich der Moderator angetan. Gerade als Hamburger wolle er künftig häufiger dabei sein. "Es gibt nichts Schöneres, als Geschichten mit anderen Menschen zu teilen!" Solche gemeinsamen Erfahrungen fehlten heutzutage oft, in einer Welt, wo vieles nur noch über "Telefon oder E-Mail" stattfinde.

Filmfeste seien auch deshalb besonders wichtig, weil dort "jeder eine Chance" bekomme und nicht nur die großen Blockbuster, die gleichzeitig in zahlreichen Kinos liefen, so Gätjen. Noch bis zum 3. Oktober läuft das Filmfest Hamburg. Tickets und Programm unter filmfesthamburg.de.

Titelfoto: Madita Eggers/TAG24

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