Von Britta Schultejans
Frankfurt am Main/München - In den 1990er Jahren hatte sie ihren Durchbruch als Rapperin - zuletzt war sie als Schauspielerin zu sehen. Doch Sabrina Setlur (52) will wieder Musik machen.
"Ich habe letztes Jahr so drei vier Open Airs gespielt und eigentlich gehofft, dass es mir keinen Spaß macht und ich damit abschließen kann. Aber es war, als hätte ich nie die Bühne verlassen. Und von daher habe ich auch schon wieder Lust, auch Musik zu machen, und ich habe auch vor, wieder ins Studio zu gehen", so die 52-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur.
"Ob es ein Album wird, das muss man mal alles sehen. Ich wollte das eigentlich schon letztes Jahr machen, habe es aber zeitlich einfach nicht hingekriegt", sagte Setlur.
In der kommenden Woche startet die Romanverfilmung "Identitti" im Kino, in der Setlur die indische Göttin Kali spielt - und auch die Schauspielerei möchte sie weiter verfolgen.
"Alles, was jetzt auf mich zukommt, das nehme ich dankend und respektvoll entgegen. Und ich würde mich natürlich tierisch freuen, wenn das in dieser Richtung weitergeht", sagte sie.
Trailer zum Film "Identitti" mit Sabrina Setlur
Mit "Du liebst mich nicht" eroberte Sabrina Setlur die Spitze der deutschen Charts
Sabrina Setlur: "Werde nie Influencerin sein"
Die gebürtige Frankfurterin Setlur hatte in den 1990er Jahren ihren Durchbruch als Rapperin Schwester S. - produziert von Moses Pelham (55).
"Im Grunde genommen vermisse ich die Zeit. Ich habe eine Zeit lang immer gesagt, die jetzigen Künstler, die haben es viel leichter, weil sie Social Media haben. Mittlerweile bin ich so froh, dass wir damals nur unsere kleinen 'Vivas' und was weiß ich nicht hatten. Diesen Druck, dem diese Menschen jetzt momentan ausgesetzt sind, den möchte ich nicht haben", sagte Setlur der dpa.
Sie kann und werde nie Influencerin sein, weil sie die Zeit dafür nicht habe. "Ich meine, ich brauche ja schon einen Tag, um ein einziges Foto zu posten. Und ich muss auch tatsächlich sagen, ich finde, da war unsere Zeit ehrlicher."
Setlur findet: "Also klar hat man wahrscheinlich auf so einem Poster mal irgendwie anders geguckt, aber die Frage, ob alles gefaked ist, hat man sich früher nicht stellen müssen."