"About You"-Chef klagt gegen 1500-Euro-Strafe: Jetzt muss er richtig blechen!

Hamburg - Dumm gelaufen: Tarek Müller (33), Gründer und Chef des Online-Modehändlers "About You", sollte wegen "fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr" 1500 Euro Strafe zahlen. Er legte Widerspruch ein - und muss nun rund 80.000 Euro blechen!

"About You"-Chef Tarek Müller (33) wurde betrunken auf einem E-Roller erwischt. Der 33-Jährige klagte gegen eine 1500-Euro-Strafe - und muss jetzt richtig blechen.
"About You"-Chef Tarek Müller (33) wurde betrunken auf einem E-Roller erwischt. Der 33-Jährige klagte gegen eine 1500-Euro-Strafe - und muss jetzt richtig blechen.  © Daniel Reinhardt/dpa

Am Mittwoch berichtete die "Bild" über den Fall: Müller war im vergangenen November in Hamburg von der Polizei erwischt worden, als er frühmorgens betrunken mit einem E-Roller unterwegs war.

Ein Alkoholtest ergab 1,3 Promille und führte zu einem Strafbefehl über 30 Tagessätze à 50 Euro (1500 Euro insgesamt) sowie einem zehnmonatigen Führerscheinentzug.

Der 33-Jährige wollte das jedoch nicht akzeptieren und legte Widerspruch ein. Der Fall kam vor das Amtsgericht, wo die zuständige Richterin Kerstin Meyer die Vermögenswerte des Hamburgers überprüfte - mit Folgen.

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Demnach sei allein Müllers Drei-Prozent-Beteiligung am Milliarden-Unternehmen "About You" fast 40 Millionen Euro wert. Zudem besitze er am Falkensteiner Ufer eine Immobilie im Wert von 12 Millionen Euro.

Meyer ließ diese Informationen in ihr Urteil einfließen und erhöhte die Strafe deutlich: Am gestrigen Dienstag verurteilte sie Müller zu 30 Tagessätzen à 2670 Euro, insgesamt 80.100 Euro.

Richterin begründet Mega-Strafe für Tarek Müller: "Es muss spürbar sein"

Das Urteil begründete die Richterin wie folgt: "Würde ich Herrn Müller mit 300 Euro bestrafen, würde er es gar nicht merken. Es ist im Sinne der sozialen Gerechtigkeit. Er soll so getroffen werden wie jeder normale Arbeitnehmer. Es muss spürbar sein."

Spüren wird der 33-Jährige die Mega-Strafe nun auf jeden Fall. Hätte er mal besser die Strafe über 1500 Euro akzeptiert - aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

Darüber hinaus mindestens genauso schmerzhaft für Müller: Seinen Führerschein bekommt der Unternehmer erst in drei Monaten wieder...

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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