"Babylon Berlin"-Star findet emotionale Worte nach Serien-Aus: "Sie hat mich nie enttäuscht"

Berlin – Zehn Jahre lang verkörperte Liv Lisa Fries (34) die Kommissarin Charlotte Ritter in "Babylon Berlin". Nun geht die Erfolgsserie zu Ende. Die Schauspielerin spricht anthüber den Abschied und ihren nächsten Schritt nach Hollywood.

Liv Lisa Fries (34) ist in den zehn Jahren "Babylon Berlin" eng mit ihrer Rolle als Kommissarin Charlotte Ritter verschmolzen.  © Christoph Soeder/dpa

Für die 34-Jährige überwiegt beim Serienfinale vor allem eines: Stolz. "Ich bin wirklich total stolz, dass wir es zehn Jahre lang geschafft haben, diese Geschichte interessant zu halten", sagt sie gegenüber GALA.

Auch ihre Rolle Charlotte Ritter ist für die Schauspielerin längst mehr als nur eine Serienfigur. Schließlich hat es die Kommissarin sogar als Wachsfigur ins Madame Tussauds Berlin geschafft.

In den zehn Jahren sei auch Fries selbst in ihrem Job gewachsen. Die Zusammenarbeit mit drei Regisseuren habe ihr Selbstvertrauen gestärkt. Dennoch macht sie klar: "Ja, es sind auch meine Fähigkeiten, die ich mit einbringe."

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Besonders eng ist ihre Verbindung zu Charlotte geblieben. Was würde die Serienfigur ihrer Darstellerin wohl mit auf den Weg geben? "Dreh mal auf, vertrau deinem Spirit, deiner Energie", so Fries. Ihr eigener Rat an Charlotte wäre dagegen etwas ruhiger: "Vertrau deiner Ruhe – und geh auch mal schlafen."

Gerade in der fünften Staffel bewundert Fries, wie Charlotte Haltung zeigt. Von ihrer Figur nehme sie deshalb auch für ihr eigenes Leben einiges mit. "Sie hat mich nie enttäuscht", sagt die Schauspielerin.

Ein kleines Andenken an die zehn Jahre "Babylon Berlin" besitzt die TV-Bekanntheit übrigens auch: Eine blaue Hose aus der zweiten Staffel, die damals extra für sie angefertigt wurde.

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Liv Lisa Fries: Von "Babylon Berlin" nach Hollywood

Liv Lisa Fries (34) ist überzeugt: Ihre Rolle als Kommissarin Charlotte Ritter kann Frauen Mut machen.  © ARD Das Erste/ARD Das Erste/obs

Nach dem Serienfinale geht es für Fries international weiter, denn sie dreht inzwischen in Hollywood.

Besonders beeindruckt hat sie eine Begegnung mit Regisseur Matt Brown (55). Bei den Dreharbeiten zu "Freud" mit Anthony Hopkins (88) habe er ihr gesagt, dass sie zu seinen Lieblingsschauspielerinnen gehöre und er weiter mit ihr arbeiten wolle. Für die 34-Jährige ein besonderer Moment: "Ich bin einfach total dankbar, dass sich mir da so der Kreis geöffnet hat zum Spielen."

Auch die politische Dimension der finalen Staffel beschäftigt Fries. Während zu Beginn noch der ausgelassene Hedonismus der Goldenen Zwanziger im Mittelpunkt stand, spielt Staffel fünf im Jahr 1933.

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Für Fries werden Zuschauer die Serie deshalb vermutlich auch mit einem politischeren Blick sehen. Die Entwicklung sei für sie deutlich: "In der ersten Staffel ging es um den Tanz auf dem Vulkan, jetzt ist der Tanz weg."

Und gerade deshalb sei Charlotte Ritter für sie bis zum Schluss wichtig. Eine Figur wie sie könne Frauen Mut machen – auch in schwierigen Zeiten. "Die Kultur bleibt bis zuletzt", betont die Schauspielerin.

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