Berlin - Politiker als Bordellkunden und ein bekannter Deutschrapper, der sie gegen ihren Willen geküsst haben soll: Die Rapperin Niemka hat über die bewegte Vergangenheit im Berliner Rotlichtmilieu ausgepackt.
Bevor sie mit Musik und Videos auf TikTok und YouTube bekannt wurde, arbeitete Niemka jahrelang in Laufhäusern in der Hauptstadt, darunter auch im Großbordell "Artemis". Unter ihren Kunden seien demnach auch bekannte Gesichter gewesen.
"Ich hatte viele Gäste, die man irgendwo aus den Medien kennt, und es waren auch Politiker dabei. Einige habe ich sogar erst später im Fernsehen wiedererkannt", verriet die Rapperin im Interview mit "BestFans", das TAG24 vorliegt.
Welche Parteien diese Männer vertreten hätten, behielt sie allerdings für sich. Nur soviel gab sie preis: "Alle Politiker, mit denen ich zu tun hatte, waren super nett und überraschend interessant. Im Fernsehen machen sie auf mich nicht diesen Eindruck."
In die Sexarbeit sei sie vor allem aus Geldnot gekommen, auch schwierige Familienverhältnisse und falsche Freunde hätten eine Rolle gespielt. Das "Artemis" beschrieb Niemka grundsätzlich als sicheren Club mit Security und Notfallknöpfen. Trotzdem habe es handgreifliche, betrunkene oder unter Drogen stehende Gäste gegeben.
Eine klare Grenze zog sie bei einem Kunden, der Dirty Talk mit pädophilen Inhalten verlangt habe: "Da war für mich sofort Schluss."
Vorwurf gegen bekannten Deutschrapper
Heute arbeitet Niemka nach eigenen Angaben nicht mehr im Rotlicht. Stattdessen verfolgt sie ihre Musikkarriere. Einige frühere Gäste aus der Musikbranche hätten sie sogar ermutigt, selbst Musik zu machen.
Besonders brisant ist indes eine weitere Schilderung: Ein bekannter Deutschrapper habe sie mit Herpes angesteckt. Einen Namen nannte Niemka aber nicht.
Danach gefragt, wie es dazu gekommen sei, ließ die Sängerin wissen: "Das war ein kleiner Übergriff: Er hat mich einfach gegen meinen Willen geküsst. Und so kam ich zu meinem Herpes, wahrscheinlich aus Ekel."
Kontakt zu dem Mann habe sie heute nicht mehr: "Ich fühle mich nicht zu Männern hingezogen, die mir so etwas aufzwingen wollen und keine Rücksicht darauf nehmen, dass ich auch ein Mensch mit eigenem Willen und Charakter bin."