Chaos um "Rocky"-Reihe! Sylvester Stallone rastet bei Instagram komplett aus: "Idiotische Geierkinder"

Los Angeles - Die Fehde rund um die "Rocky"-Filme sowie -Rechte geht weiter! Sylvester Stallone (76) hat schwere Vorwürfe gegen den Produzenten Irwin Winkler (94) und dessen Söhne erhoben.

"The Italian Stallion" (Sylvester Stallone, l.) kämpfte erstmals in "Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts" (1985) gegen Ivan Drago (Dolph Lundgren).
"The Italian Stallion" (Sylvester Stallone, l.) kämpfte erstmals in "Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts" (1985) gegen Ivan Drago (Dolph Lundgren).  © PR/Park Circus France

Der Anlass ist das Spin-off "Drago", das vor wenigen Tagen angekündigt wurde. Ivan soll eigentlich wieder von Sly-Kumpel Dolph Lundgren (64) verkörpert werden, sein Sohn - wie in "Creed II" - vom deutschen Kämpfer Florian "Big Nasty" Munteanu (31).

Stallone postete in diesem Zusammenhang am Samstag auf seinem offiziellen Instagram-Kanal: "Ein weiterer Herzensbrecher ... habe das gerade herausgefunden ... SCHON WIEDER nagen dieser ERBÄRMLICHE 94-jährige PRODUZENT und seine IDIOTISCHEN GEIERKINDER, Charles und David, an den Knochen einer anderen wunderbaren Figur, die ich geschaffen habe, ohne es mir überhaupt zu sagen."

Der Hollywood-Star führte sichtlich aufgebracht weiter aus: "Ich entschuldige mich dafür bei den Fans. Ich wollte nie, dass die ROCKY-Figuren von diesen Parasiten ausgebeutet werden." Er wütete weiter: "Ich hatte mal nichts als Respekt für Dolph übrig, aber er hat mir NIE gesagt, was hinter meinem Rücken mit dem Charakter vorgeht, den ich für ihn erschaffen habe!!! WAHRE FREUNDE sind kostbarer als Gold."

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Nur wenige Stunden später legte er noch aufgebrachter nach, postete unter anderem eine Foto-Collage von sich als Rocky und Winkler mit Vampirzähnen, der ihn in die Schulter gebissen hat und wahnsinnig voller Blut lacht. Er schrieb dazu: "Nachdem IRWIN WINKLER und FAMILIE ROCKY AUSGESAUGT HABEN!"

Sylvester Stallones Wut-Posts im Wortlaut

Sylvester Stallone über Irwin Winkler: "Mutmaßlich der meistgehasste (...) Produzent in Hollywood"

Irwin Winkler (94) hat sich die "Rocky"-Rechte frühzeitig gesichert, was nun immer mehr zum Problem zu werden scheint.
Irwin Winkler (94) hat sich die "Rocky"-Rechte frühzeitig gesichert, was nun immer mehr zum Problem zu werden scheint.  © VALERIE MACON/AFP

Sly stänkerte weiter: "Ist er mutmaßlich der meistgehasste, untalentierteste, veraltetste Produzent in Hollywood. Er und seine feigen Kinder haben ihre nächste Mahlzeit gefunden. Drago, guten Appetit." Diese "Blutsauger" hätten "so viele Leben zerstört", indem sie "ihre Taschen mit der Kreativität anderer Leute füllen."

Diese beiden Beiträge hat Stallone zwar mittlerweile wieder gelöscht, doch natürlich verbreiteten sich diese überdeutlichen Aussagen schnell. Lundgren versuchte die Lage indes zu beruhigen und schrieb, dass es noch "kein genehmigtes Drehbuch, keine Deals, keinen Regisseur" gebe. Er hätte zudem gedacht, dass "sein Freund Sly Stallone als Produzent oder sogar als Schauspieler involviert" sei.

Er stehe nun "in Kontakt mit Mr. Balboa, damit alle Fans sich entspannen können." Das ist allerdings kaum vorstellbar - denn Stallone IST Rocky und damit die alles überstrahlende Figur der Reihe.

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Egal, wie sehr man durch Filme wie "Creed III", wo er nicht mitwirken wird, oder eben das geplante "Drago"-Spin-off versucht, ihn vergessen zu machen, es wird nicht funktionieren. Dennoch gibt es aus Sly-Sicht ein gewaltiges Problem: Er hat die Filmrechte leider an Winkler und dessen Familie abgetreten, weshalb ihm die Hände gebunden sind.

Dolph Lundgren hat besänftigend auf Sylvester Stallones Aussagen reagiert

Sylvester Stallone verkaufte die Rechte an der "Rocky"-Reihe in jungen Jahren an Irwin Winkler

Sylvester Stallone gewann für seine überragende Darstellung von Rocky Balboa in "Creed - Rocky's Legacy" (2015) sogar einen "Golden Globe" als bester Hauptdarsteller, verpasste zudem den "Oscar"-Gewinn nur knapp.
Sylvester Stallone gewann für seine überragende Darstellung von Rocky Balboa in "Creed - Rocky's Legacy" (2015) sogar einen "Golden Globe" als bester Hauptdarsteller, verpasste zudem den "Oscar"-Gewinn nur knapp.  © PR/2015 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. and Warner Bros. Entertainment Inc.

Als Stallone das Drehbuch zum ersten "Rocky"-Film im Alter von 28 Jahre schrieb, hatte er in der Szene noch keinen Namen. Weder als Schauspieler, noch als Autor oder Regisseur. Zudem war seine damalige Frau Sasha Czack (72) mit ihrem gemeinsamen Sohn Sage (†2012) schwanger.

Trotzdem verkaufte er sein Skript nicht einfach so, lehnte sogar ein Angebot für damals sensationelle 350.000 US-Dollar von Winkler und Robert Chartoff (†2015) ab und willigte erst in ihre Offerte ein, als er durchgesetzt hatte, dass er "The Italian Stallion" selbst verkörpern durfte.

So bekam er nur 35.000 Dollar, doch da der Film damals 117 Millionen Dollar einspielte und er eine Gewinnbeteiligung bekam, hat er mit "Rocky" (1976) geschätzt 2,5 Millionen Dollar verdient - dafür aber alle Rechte an die Produzenten abgegeben, mit denen er sich damals aber verstanden sowie gut zusammengearbeitet hat.

Schließlich entstanden noch "Rocky II" (1979), "Rocky III - Das Auge des Tigers" (1982), "Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts" (1985), "Rocky V" (1990), "Rocky Balboa" (2006) und "Creed II - Rocky's Legacy" (2018). Allerdings bereut Stallone bis heute, dass er alle Rechte an Winkler abgegeben hat und offenbar nicht zurückbekommt. Denn so kann er seiner Familie um Sohn Seargeoh (43) und die drei Töchter Sophia Rose (25), Sistine Rose (24) sowie Scarlet Rose (20) nichts von seiner Kultreihe hinterlassen.

Michael B. Jordan (l.) wird in "Creed III" erneut die Hauptrolle spielen und auch Regie führen, Sylvester Stallone spielt dieses Mal nicht mit. Wohl auch wegen des Streits mit Irwin Winkler. Die Leidtragenden sind die Fans.
Michael B. Jordan (l.) wird in "Creed III" erneut die Hauptrolle spielen und auch Regie führen, Sylvester Stallone spielt dieses Mal nicht mit. Wohl auch wegen des Streits mit Irwin Winkler. Die Leidtragenden sind die Fans.  © PR/Warner Bros. France

Machtlos ist er trotzdem nicht. Denn sollte das "Drago"-Spin-off tatsächlich ohne sein Mitwirken ins Rollen kommen, kann Stallone ordentlich Stimmung gegen den Film machen. Da er sich in den vielen Jahrzehnten seiner künstlerischen Laufbahn eine große Fanbasis auf der ganzen Welt erarbeitet hat, ist vorstellbar, dass sie das Winkler-Werk boykottieren würden.

Titelfoto: PR/2015 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. and Warner Bros. Entertainment Inc.

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