Curvy Model mit Lipödem: Deshalb zwingt sie sich manchmal dazu, in den Spiegel zu gucken
Neumünster - Seit jeher steht Curvy Model Angelina Kirsch (38) für Body Positivity und Selbstliebe. Aber auch die TV-Moderatorin hat Tage, an denen ihr der Blick in den Spiegel schwerer fällt, wie sie nun auf Instagram offenbarte.
Zu einem kurzen Reel, in dem sie ihr Spiegelbild betrachtet, schrieb die 38-Jährige am Montagabend nachdenkliche Zeilen: "Manchmal stehe ich genau so da. Vor meinem Spiegel. Betrachte meinen Körper, setze mich mit den Gefühlen auseinander, die mir gerade durch den Kopf gehen, und versuche dabei, ganz bei mir zu bleiben."
Das Ganze ziehe sie so lange durch, bis sie bereit sei, ihre negativen Gedanken loszulassen und mit Liebe ihr Spiegelbild zu betrachten. "Damit meine ich aber nicht, dass wir uns durch eine rosarote Brille anschauen sollen", verdeutlichte Kirsch.
Vielmehr ermögliche es ihr die Selbstliebe, einen "echten Blick" auf sich zu werfen. "Was muss ich wirklich ändern und was habe ich mir von außen einreden lassen?" sei dabei die Frage, die es zu klären gelte.
Ein positives Mindset sei aus ihrer Sicht mindestens genauso wichtig wie alle anderen gesundheitlichen Maßnahmen, die man ergreife. "Denn unser eigener Support befähigt uns, klarer zu sehen und die Kraft aufzubringen, die Dinge zu verändern, die wirklich verändert werden müssen", betonte die Moderatorin.
Angelina Kirsch gibt auf Instagram Einblick in ihr Seelenleben
Angelina Kirsch hat wegen ihres Lipödems täglich Schmerzen
Kirsch geht offen damit um, dass sie unter einem Lipödem leidet - einer chronischen, oftmals schmerzhaften Fettverteilungsstörung, die symmetrisch an Beinen oder Armen auftritt und fast ausschließlich Frauen betrifft.
Vor knapp zwei Wochen hatte die Neumünsterin in einem Instagram-Post verraten, dass sie täglich Schmerzen habe. Diese seien durch verschiedene Maßnahmen zwar weniger geworden, aber keinesfalls komplett verschwunden.
"Ob ich manchmal das Gefühl habe, ratlos zu sein und nicht zu wissen, wie es weitergehen soll? Oh ja!", hatte die 38-Jährige ehrlich offenbart.
Den Kopf in den Sand zu stecken und ihr Schicksal zu akzeptieren, sei für sie trotz allem keine Option. "Denn ich und meine Gesundheit sind es mir wert - auch wenn der Weg steinig ist", wie die Moderatorin bekräftigte.
Titelfoto: Fotomontage: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa, Instagram/angelina.kirsch

