Ein Jahr nach Haft-Ende: Reality-TV-Star Mike Cees hat Ärger mit Staatsanwaltschaft
München - Wegen einer nicht gezahlten Geldstrafe im Rahmen eines Betrugsprozesses wurde Mike Cees (38) im Oktober 2024 festgenommen und saß für 61 Tage im Gefängnis. Mehr als ein Jahr nach seiner Haftentlassung hat der Reality-TV-Star ("Temptation Island", "Das Sommerhaus der Stars") immer noch Ärger mit der Staatsanwaltschaft München.
Das Problem: Cees wartet nach wie vor auf die Herausgabe von verschiedenen privaten Gegenständen, die im Rahmen der Ermittlungen gegen ihn als mögliche Beweismittel beschlagnahmt worden waren.
"Das ist eigentlich eine klare Sache und dennoch bekomme ich mein Eigentum bis heute nicht zurück – mein MacBook, meine Festplatte, meinen USB-Stick. Niemand kann beziehungsweise will mir sagen, wo die Sachen sind. Niemand fühlt sich zuständig", erklärte der 38-Jährige gegenüber "Bild".
Und weiter: "Ich habe dort selbst angerufen, ruhig und sachlich, weil ich wollte, dass sich die zuständige Staatsanwältin der Sache stellt oder mir Auskunft gibt. Ergebnis: aufgelegt. Einfach aufgelegt."
Er vermutet, dass die zuständige Behörde selbst nicht mehr weiß, wo die Gegenstände abgeblieben sind. Das wäre ein schwerer Schlag für ihn, denn: "Darauf liegt meine komplette berufliche Existenz. Projekte, Verträge, Beweise, Kommunikation und auch private Daten. Nicht ersetzbar."
Der Staat blockiere sein Arbeitsleben durch Schweigen und Inkompetenz. "Das hier ist kein Scherz mehr."
Mike Cees' streitet mit Staatsanwaltschaft München wegen einbehaltener Gegenstände
Eine Pressesprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft erklärte: "Ein USB-Stick wurde bereits an den Beschuldigten herausgegeben. Im Übrigen ist eine Asservatenbereinigung [eine abschließende Klärung und Verwertung oder Vernichtung von sichergestellten Gegenständen, Anm.d.Red.] derzeit noch nicht veranlasst. Sobald dies der Fall ist, wird über die Herausgabe entschieden werden."
Der Grund für Cees' Ärger mit der Justiz war eine seit Jahren unbezahlte Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro aus einem Betrugsprozess. Ein Geschäftspartner hatte Mike verklagt. Die Folge: 80 Tage Haft.
Titelfoto: RTL
