Er brachte die Beatles nach Hamburg: Club-Mitbegründer Horst Fascher (†90) ist tot
Hamburg - Große Trauer: Manager und Promoter Horst Fascher schrieb in den 60ern Musikgeschichte. 1962 holte er die Beatles in ihrer Erfolgs-Besetzung auf die Hamburger Reeperbahn. Jetzt ist er im Alter von 90 Jahren verstorben.
Wie unter anderem der NDR aus dem Kreis seiner Familie erfahren hat, ist der Gründer und Geschäftsführer des legendären "Star-Club" auf der Großen Freiheit nicht mehr am Leben.
Als Booking-Manager kümmerte sich Fascher unter anderem auch um die Künstler, die in besagtem Club auftreten sollten.
So gelang es ihm 1962, die aus Liverpool stammende britische Beat-, Rock- und Pop-Band in den Hamburger "Star-Club" zu bringen.
Vom 13. April an spielten die Beatles gleich mehrere Wochen auf der Großen Freiheit. Zwar waren John Lennon (†40), Paul McCartney (84), George Harrison (†58) und Ringo Starr (86) zu diesem Zeitpunkt bereits als wilde Live-Band bekannt - als große Weltstars konnten sie sich allerdings noch nicht bezeichnen.
Erst Anfang 1964 feierten die Beatles auch außerhalb Europas große Erfolge, landeten einen Top-Hit nach dem andern.
Trauer um Beatles-Wegbegleiter Horst Fascher: Club-Gründer saß in Untersuchungshaft
Fascher selbst verband eine gute Freundschaft zu den Bandmitgliedern, zog mit ihnen um die Häuser. Auch Jahre später blieb die Verbindung bestehen.
Als die Beatles längst berühmt waren und 1966 wieder in Hamburg auftraten, besuchte Fascher deren Konzert allerdings nicht. Der Grund: Er saß wegen Körperverletzung in Untersuchungshaft.
Die vier Jungs aus Liverpool hatten ihren alten Freund jedoch nicht vergessen. So soll John Lennon dem Club-Gründer von der Bühne aus den Song "If I Needed Someone" gewidmet haben. 1967 wurde Fascher auf Bewährung entlassen, durfte aber den Kiez nicht mehr betreten.
1976 eröffnete er am Großneumarkt den "Star-Club II", der aber längst nicht so erfolgreich war wie das Original.
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