Früher Bodybuilderin, heute Curvy Model: So sehr hat sich Carina Møller-Mikkelsen verändert

Kiel - Carina Møller-Mikkelsen (25) aus Kiel hat eine erstaunliche Verwandlung vollzogen: Die frühere Bodybuilderin arbeitet heute als Curvy Model und gehört zu den inspirierenden Frauen der so genannten "Body Positivity"-Bewegung.

Carina Møller-Mikkelsen war schon als 16-Jährige mit ihrem Körper unglücklich und wollte so dünn sein wie die Models in Zeitschriften. Also begann sie mit Muskel-Training.
Carina Møller-Mikkelsen war schon als 16-Jährige mit ihrem Körper unglücklich und wollte so dünn sein wie die Models in Zeitschriften. Also begann sie mit Muskel-Training.  © Screenshot Instagram/Carina Møller-Mikkelsen

Jahrelang trainierte die sportbegeisterte Blondine, um einen vermeintlich perfekten Körper zu haben. 

Nachdem sie im Fitness-Studio verschiedene Kurse ausprobiert hatte, das alles aber nichts für sie war, "landete ich letztendlich im Freihantelbereich und fand dort große Freude an dem Ganzen", erklärt Carina Møller-Mikkelsen auf ihrer Webseite.

Und weiter: "Ich merkte, wie mein Körper sich nach kurzer Zeit veränderte, und passte irgendwann auch meine Ernährung entsprechend an. So startete mein Weg zur Bodybuilderin und späterhin Wettkampfathletin in der Figurklasse der Frauen."

Bis die 25-Jährige erkannte, dass sie deswegen nicht glücklicher war. "Ende 2017, Anfang 2018 realisierte ich endlich, dass ich mich verrannt hatte. War ich wirklich glücklich in und mit meinem Körper, wie er jetzt war? Nein! Leider nicht."

Damals ging Møller-Mikkelsen fünf bis sieben Mal in der Woche zum Training, kochte ihr Essen vor und "wog jedes einzelne Gramm, das ich aß, ab. Ich war in einen Teufelskreis geraten."

Sie gesteht: "An einigen Tagen wollte ich aus diesem Teufelskreis ausbrechen und endlich das essen, worauf ich längere Zeit schon Lust gehabt hatte. Schokolade, Eis, Nudelauflauf. Dies stopfte ich dann an einem Tag hemmungslos in mich herein - so viel, dass ich Bauchweh bekam oder mich sogar übergeben musste."

Das sei eine ganze Weile so weiter gegangen, "bis ich realisierte, dass ich auch das so nicht mehr wollte. Ich musste etwas verändern und das tat ich also Ende 2017, Anfang 2018." Ab da begann ihr Körper, sich zu verändern. Sie nahm wieder zu, bekam Rundungen und wurde weiblicher. Doch dabei blieb es nicht! 

Sei dein eigenes Schönheitsideal!

Auch mental veränderte sich etwas: "Ich fing an, meinen Körper zu verstehen und zu akzeptieren." 

Heute eifert sie nicht mehr Schönheitsidealen nach, die sie nicht erfüllen kann - und auch nicht mehr will. In einem Insta-Post rät sie das auch ihren über 87.500 Followern: "Achtet darauf wer eure Vorbilder im Internet sind (...)" (Rechtschreibung übernommen)

Sie warnt, dass sich ein Foto in wenigen Sekunden bearbeitet lässt. Oft erkenne man nicht, ob große Augen, volle Lippen, schmale Hüften und ein wohlgeformter Busen bearbeitet wurden.

Ihr Tipp: "Versuche nicht, einem Schönheitsideal hinterher zu eifern, was du so gar nicht erfüllen kannst. Du kannst dein ganz eigenes Schönheitsideal sein!"

Titelfoto: Screenshot Instagram/Carina Møller-Mikkelsen

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