So schützt sich Nico Santos vor Hasskommentaren: "Mein Körper hat sich eine Methode angeeignet"

Berlin - Ein negativer Kommentar kann einen ganzen Tag versauen. Nico Santos (33) kennt dieses Gefühl – lässt sich davon aber längst nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen. Er hat eine ganz eigene Methode entwickelt, um damit umzugehen. Und die hat ausgerechnet mit seiner Vergesslichkeit zu tun.

Mit Hass im Netz geht Nico Santos (33) erstaunlich entspannt um.  © Friso Gentsch/dpa

In seinem neuen Song "Optimist" verarbeitet der Musiker auch ein Thema, das ihn persönlich beschäftigt: Wie schafft man es, in einer Welt voller schlechter Nachrichten und negativer Kommentare trotzdem den Blick für das Gute zu behalten?

"Ich bin gerne Optimist und schaue gerne auf das Gute", erzählt der 33-Jährige im Interview mit teleschau. Ganz so einfach sei das allerdings nicht. Denn negative Erlebnisse würden sich häufig viel stärker festsetzen als positive.

Mit Hass im Netz geht der Sänger trotzdem erstaunlich entspannt um. Sein Geheimnis: Er vergisst die Kommentare einfach. "Mein Körper hat sich da selbst eine Methode angeeignet, denn ich bin Gott sei Dank sehr vergesslich und kann mich deshalb schnell nicht mehr an negative Kommentare erinnern", erklärt der Sänger.

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Seine Vergesslichkeit habe für ihn sogar noch einen weiteren Vorteil: "Deshalb kann ich auch sehr schnell verzeihen."

Ganz spurlos gehen negative Kommentare allerdings auch an einem Optimisten wie Nico nicht vorbei. Gerade deshalb hat er "Optimist" geschrieben – als eine Art Erinnerung an sich selbst, sich nicht zu sehr von den schlechten Dingen vereinnahmen zu lassen.

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Nico Santos schaut sich nur positive Nachrichten an

Ab 11. September sitzt Nico Santos (33) wieder in der Jury von "The Voice of Germany".  © Joerg Carstensen/dpa

Der "Rooftop"-Interpret sieht gerade für junge Menschen eine große Herausforderung in den sozialen Netzwerken. Früher habe man beispielsweise die "Tagesschau" gesehen und in wenigen Minuten die wichtigsten Nachrichten des Tages bekommen. Heute würden schlechte Nachrichten rund um die Uhr auf TikTok, Instagram und Co. auftauchen.

Seine Konsequenz: Er versucht, bewusst gegenzusteuern. Er folgt Accounts, die positive Nachrichten und schöne Momente teilen, und klickt gezielt auf positive Kommentare.

"Es geht darum, den Algorithmus auszutricksen, damit man eigentlich nur positive Sachen sieht – und manchmal funktioniert das tatsächlich", betont der Musiker.

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Komplett aus den sozialen Netzwerken zurückziehen möchte er sich trotzdem nicht. Nico will informiert bleiben, sich unterschiedliche Meinungen anschauen und sich anschließend selbst eine Meinung bilden.

Ab Freitag (11. September) sitzt Nico Santos wieder auf dem roten Stuhl von "The Voice of Germany". In der 16. Staffel will der Sänger seinen Titel verteidigen, nachdem er im vergangenen Jahr mit seinem Talent Anne Mosters (20) den Sieg holte.

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