"In Extremo"-Star nach Corona-Demo tot: Starb er wegen einer Covid-Erkrankung?

Von Elias Kaminski

Wandlitz - Neueste Erkenntnisse im Todesfall Boris Pfeiffer (53): Der frühere "In Extremo"-Musiker ist am Montag bei einem sogenannten Corona-Spaziergang in Wandlitz (Landkreis Barnim) gestorben. Jetzt verdichten sich die Hinweise: Der 53-Jährige war wohl zum Zeitpunkt seines Zusammenbruchs mit Covid-19 infiziert gewesen.

Eine Oduktion soll die Todesursache von Boris Pfeiffer (53) klären. (Archivbild)
Eine Oduktion soll die Todesursache von Boris Pfeiffer (53) klären. (Archivbild)  © picture alliance / dpa

Das will die "Bild"-Zeitung in Erfahrung gebracht haben. Bei dem Musiker seien ein "hoher CO-2-Wert und ein niedriger Sauerstoffwert" festgestellt worden, berichtet das Blatt unter Berufung auf das Einsatzprotokoll der Brandenburger Polizei.

Dies könne aus medizinischer Sicht "für eine Covid-Erkrankung sprechen", zitiert die Zeitung die Behörde weiter.

Ob sich dieser Verdacht erhärtet, soll ein noch ausstehender PCR-Test zeigen.

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Der Musiker habe unter Asthma gelitten, soll seine Freundin der Polizei zu Protokoll gegeben haben. Daher ist bei einer Erkrankung der Atemwege in Pandemie-Zeiten grundsätzlich Vorsicht geboten.

Der Dudelsackspieler, der im Mai vergangenen Jahres nach 26 Jahren mit der Mittelalter-Rockband In Extremo nach Differenzen brach, hatte am vergangenen Montag bei der nicht angemeldeten Versammlung im Bereich der Prenzlauer Chaussee versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen.

Die "Bild"-Zeitung berichtet von einem zweifachen Versuch, der von Beamten auch per Video dokumentiert worden sei.

Nach Angaben der Polizei vom Dienstag entdeckten Beamte Pfeiffer später in dem Protestzug und nahmen seine Personalien ohne Gegenwehr auf.

Boris Pfeiffers Leiche wird obduziert

Nach der Kontrolle hätten die Polizisten ihn und seine Freundin "ohne Anwendung jeglicher Gewalt" zu seinem Auto gebracht, wie es im Polizeibericht heißt.

Auf dem Weg dorthin sei Pfeiffer zusammengebrochen. Sofort hätten Beamten Erste Hilfe geleistet und Rettungskräfte alarmiert, heißt es von der Behörde in der Mitteilung.

Nach "Bild"-Informationen hätten sich die zu Sanitätern ausgebildeten Polizisten zudem "nach Vorerkrankungen und Notfallmedikation" erkundigt.

Pfeiffer sei umgehend in Begleitung von Notarzt und Sanitäter ins Bernauer Krankenhaus gebracht worden. Dort kämpften Mediziner weiter um das Leben des Musikers – vergeblich.

Noch am selben Abend verstarb der 53-Jährige dort trotz aller Bemühungen. Ein Rechtsmediziner habe bei einer äußeren Leichenschau "keine Hinweise auf ein Fremdeinwirken" feststellen können, schreibt die "Bild"-Zeitung.

Woran der 53-Jährige starb, soll die Obduktion klären.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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