Jasmin Schwiers überrascht mit Geständnis: "Ich habe auch einen Ratsch am Kappes"

Berlin - Schauspielerin Jasmin Schwiers (43) schlüpft im neuen Film "Das gewisse Etwas" (seit 3. September im Kino) in die Rolle einer Betreuerin für Menschen mit Behinderungen. Im Interview mit TAG24 verrät sie, warum sie selbst einen kleinen "Dachschaden" hat und wie sie die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen erlebt hat.

Bereits vor Drehbeginn habe Jasmin Schwiers (43) gespürt, dass das Projekt etwas Besonderes werden würde.  © Sven Hoppe/dpa

"Phänotypisch sieht sie aus wie die klassische Yoga-Maus, die irgendwie spirituell unterwegs ist", beschreibt die Schauspielerin ihre Figur. Doch Mona hat ein ungewöhnliches Hobby: Sie geht jagen. Außerdem schreckt sie nicht davor zurück, Falschparker ordentlich zusammenzustauchen.

Sie sei eine "total robuste Persönlichkeit", der allerdings ein entscheidendes Gespür dafür fehle, wann etwas vielleicht zu viel oder zu laut ist.

Und genau darin steckt für Jasmin auch eine wichtige Botschaft des Films: Was ist eigentlich normal? "Wir sind alle ein bisschen crazy. Also was ist schon normal?", sagt die Schauspielerin. Jeder Mensch habe schließlich seine ganz eigene Macke.

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Ob sie selbst Gemeinsamkeiten mit Mona entdeckt hat? "Also ich habe auch einen Ratsch am Kappes, sagen wir so", gibt sie lachend zu. Ganz so hemmungslos wie ihre Filmfigur sei sie zwar nicht. In Sachen Warmherzigkeit und Lebensfreude erkenne sie sich jedoch durchaus wieder.

Besonders in Erinnerung geblieben ist der Schauspielerin auch die Zusammenarbeit mit den Darstellerinnen und Darstellern mit Beeinträchtigungen. Schon vor Drehbeginn habe sie gespürt, dass das Projekt etwas Besonderes werden würde.

Und ihre Erwartungen wurden offenbar nicht enttäuscht.

Ihre Kolleginnen und Kollegen habe sie als "wahnsinnig pur", "echt" und "ungefiltert" erlebt. Auch die Stimmung nach den Drehs sei eine ganz andere gewesen als üblich. Diese besondere Energie möchte die 43-Jährige nicht mehr missen.

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Jasmin Schwiers findet Entwicklung bei Inklusion "erschreckend"

Jasmin Schwiers findet mit Blick auf geplante Kürzungen bei Inklusionshilfen klare Worte.  © Maurice Gramatke/Getty Images/Constantin Film/obs

Der Film soll nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommen, sondern vor allem unterhalten. Trotzdem hofft Schwiers, dass er beim Publikum etwas bewegt - gerade beim Thema Behinderung.

Viele Menschen seien zunächst befangen, wenn sie wenige Berührungspunkte mit dem Thema hätten. Das sei auch völlig normal. Der Film könne helfen, Unsicherheit abzubauen und mehr Normalität im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu schaffen.

Dass das Thema aktuell besonders relevant ist, steht für die Schauspielerin außer Frage.

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Mit Blick auf geplante Kürzungen bei Inklusionshilfen findet sie deutliche Worte: "Schon das Lernen an einer normalen Schule ist für viele Menschen mit Behinderung ohne Unterstützung gar nicht möglich. Wenn die Regierung also die geplanten 8,6 Milliarden Euro einspart, entzieht man allem, was im Bereich Inklusion bis jetzt erreicht wurde, die finanzielle Grundlage." Das sei für die 43-Jährige sehr "erschreckend".

Zudem habe sie gelernt, was es bedeutet, mit einer körperlichen Behinderung an einem Ort zu sein, der nicht barrierefrei ist. "Ich würde schon sagen, dass die Arbeit mit den Kollegen mich da noch mal stark sensibilisiert hat", so die TV-Bekanntheit.

Eine Erkenntnis aus dem Film nimmt Schwiers auch für ihr eigenes Leben mit. Sowohl privat als auch beruflich wolle sie ihre Zeit zunehmend bewusst in Menschen investieren, die ihr wirklich am Herzen liegen.

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