Jella Haase rechnet mit Schönheitsdruck ab: "Ich will nicht krampfhaft jünger aussehen"
Berlin - Knallblauer Lidschatten, verschmierter Eyeliner und pinke Lippen – Jella Haase (33) ist vielen noch als Kultfigur Chantal aus "Fack ju Göhte" im Gedächtnis. Privat setzt die Schauspielerin allerdings auf einen ganz natürlichen Beauty-Look.
Ihr perfekter Start in den Tag klingt zunächst nach purem Luxus: Spa, Sauna, Schwimmen und ein bisschen Sonne. Danach noch ordentlich eincremen – und schon fühlt sich die Schauspielerin rundum erholt.
Gegenüber GALA verrät die 33-Jährige, dass Erholung für sie das wichtigste Beauty-Geheimnis ist. "Das Allerschlimmste für unsere Haut und für unsere seelische Gesundheit ist Stress", sagt sie. Bei ihr zeige sich dieser sofort im Gesicht. Auch zu wenig Schlaf hinterlasse Spuren.
Dennoch macht die TV-Bekanntheit klar: Sie wolle nicht krampfhaft jünger aussehen, sondern ganz selbstverständlich altern. Falten oder Pigmentflecken gehören für sie dazu.
Dabei kritisiert Haase mit deutlichen Worten den unterschiedlichen Umgang mit Männern und Frauen: "Männer sehen toll aus, wenn sie Falten bekommen, aber Frauen wird es überhaupt nicht zugestanden." Für sie sei das ein strukturelles, patriarchales Problem.
Ganz frei von äußerem Druck ist aber auch die Schauspielerin nicht. Sie müsse sich selbst immer wieder daran erinnern, sich zu akzeptieren.
Hier gibt Jella Haase gerne die Kontrolle ab
Haase findet es grundsätzlich nicht schlimm, wenn jemand jünger aussehen oder sein Gesicht verändern möchte. Problematisch findet sie vielmehr, wenn solche Eingriffe nicht offen kommuniziert werden.
Gerade für junge Frauen könne mehr Ehrlichkeit hilfreich sein. Ihr eigener Trick gegen Selbstzweifel: Sie schaut auf ihr Leben als Ganzes. Rückblickend habe sie oft glückliche Zeiten erlebt, in denen sie sich später von außen viel kritischer bewertet habe.
Freunde, Familie und ihr Beruf seien für sie deshalb deutlich wichtiger als die Frage, wie sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgesehen habe. Wenn der Drehstress zu groß wird, setzt die "Das perfekte Geheimnis"-Bekanntheit außerdem auf Abstand zur Arbeit. Dann zieht es sie zu Familie und Freunden. Dort könne sie auftanken und einfach sie selbst sein – ohne Erwartungen.
Das schönste Kompliment bekam sie übrigens nicht für ihr Aussehen. Eine Freundin habe ihr kürzlich gesagt, sie wünsche sich, dass ihre beiden Töchter einmal so werden wie Jella und ihre Schwester. Das habe sie deutlich mehr berührt als jedes Kompliment über ihre Schönheit.
Und was braucht die Schauspielerin, wenn sie wirklich abschalten will? "Tanzen! Am liebsten in der Sonne." Auf der Tanzfläche lasse Jella einfach los.
Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

