Jürgen Drews' Tochter Joelina sieht ARD auf Holzweg: "Ein großer Fehler"
München - Mehr als 30 Jahre lang lief "Immer wieder sonntags" erfolgreich in der ARD. Am vergangenen Sonntag wurde die TV-Ära beendet. ARD und SWR begründeten die Absetzung mit Sparmaßnahmen und dem Wunsch nach neuen digitalen Formaten. Ein Trugschluss, wie Joelina Drews (30), die Tochter von Schlagersänger Jürgen Drews (81), findet.
"Ich glaube, das ist ein großer Fehler", sagte die 30-Jährige gegenüber der "Abendzeitung". "Ich glaube, das Argument, dass sie jünger werden wollen und die jüngeren Zuschauer vor den Fernseher bekommen wollen – das wird nicht passieren."
Die jüngere Generation sei bereits voll auf Streaming fixiert. "Stattdessen hat man der älteren Generation etwas weggenommen, das essenziell war", meinte die gebürtige Münchnerin, die zusammen mit ihrem Partner Adrian Louis und seinen Eltern in der bayerischen Landeshauptstadt wohnt. Auch Jürgen Drews und seine Ehefrau Ramona (52) zogen 2024 nach München.
Joelina Drews hatte bei der letzten Ausgabe von "Immer wieder sonntags" mit Stefan Mross (50) einen Auftritt: Zusammen mit Achim Petry (52), dem Sohn von Schlager-Legende Wolfgang Petry (74), sang sie ein Abschieds-Ständchen, das den scheidenden Moderator zu Tränen rührte.
"Es lag auf jeden Fall Melancholie in der Luft, aber es war auch etwas ganz Besonderes. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, dass ich dabei sein durfte und die Sendung mit verabschieden durfte", sagte Joelina.
"Immer wieder sonntags" nach 30 Jahren abgesetzt: Stefan Mross kündigt Comeback an
Mross hatte die Absetzung der Show schwer getroffen. "Die Sendung war mein Leben", hatte der gebürtige Traunsteiner gesagt. Kurz vor der Absetzung zeigte sich Mross entschlossen, die Show am Leben zu halten.
"Ich werde nichts vermissen, weil ich weiß, es geht weiter", sagte Mross der Deutschen Presse-Agentur. "Der Optimismus ist da, dass es weitergeht."
Er habe bereits zahlreiche Gespräche unter anderem mit Fernsehsendern geführt, die Interesse an einer Fortführung der Show hätten.
Details nannte Mross nicht.
Die Quoten von "Immer wieder sonntags" waren bis zuletzt stark: Im vergangenen Jahr schalteten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.
Titelfoto: Carsten Koall/dpa

